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Pressestimmen
Kiran Nagarkar - Gottes kleiner Krieger
... der tiefsinnigste Roman über die spirituellen Wurzeln des Terrors.
Sigrid Löffler, Literaturen
Nagarkars phantasievoller und erzählerisch überbordender Roman ist das wichtigste unter den erstaunlich zahlreichen interessanten und guten Büchern, die uns in diesem Herbst aus Indien erreichen.
Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Gottes kleiner Krieger« ist kein gutes, sondern ein hervorragendes Buch, das ein moderner Klassiker werden könnte ...
Was diesen Roman so bemerkenswert macht, ist zunächst einmal Nagarkars mitreißendes Erzähltalent. Wenn dieser Autor eine Straße in Bombay beschreibt, glaubt man, sich hinterher den Staub von den Kleidern klopfen zu müssen.
Aber Nagarkar ist Kosmopolit und kann genauso sinnlich über London, Kalifornien oder Kabul schreiben wie über Mathematik oder Architektur. Dieser Autor besitzt zudem einen sehr feinen Humor, mitunter beißende Ironie und ein sehr scharfes Auge für das sprechende Detail.
Viel wichtiger ist aber noch, dass Nagarkar nicht nur schreiben und beschreiben kann, sondern auch etwas zu sagen hat ...
Denis Scheck, ARD - druckfrisch
Ein grandioser Roman eines der besten indischen Autoren ... 700 hellsichtige wunderbare Seiten über das Wesen des Fundamentalismus ... etwas Besseres habe ich seit langem nicht gelesen.
Wolfgang Herles, ZDF - aspekte
Darf man auf Seite 600 noch eine neue Figur einführen? Darf man auf einen unsympathischen Helden setzen? Darf man einen Entwicklungsroman ohne Entwicklung schreiben? Einen Briefroman, in dem einer lügt, wenn er »ich« sagt? Mancher Fehler ist immer ein Fehler - außer in diesem einen Fall ...
Im Mittelpunkt dieses fulminanten, wuchernden, wimmelnden Romans: Zia Khan, Kind der indischen Oberschicht ... Wer immer noch glaubt, die jungen Islamisten kämen aus dem Mittelalter, den belehrt Zia endgültig eines Besseren. Und überhaupt dreht Kiran Nagarkar, Indiens wahrscheinlich sardonischster Erzähler, jede Heilige Kuh, die ihm über den Weg läuft, gleichermaßen durch den Fleischwolf seines Romans ...
Zias turbulente Geschichte findet ihre formale Entsprechung in einem turbulenten Roman, der, weil er von einem Formlosen handelt, der nur in Reinformen leben kann, ein Formengemisch sein muss: mal Bildungs- und mal Briefroman ...
Zia wäre nicht auszuhalten, hätte Nagarkar seinem von Klippe zu Klippe Geworfenen nicht einen stillen Helden zur Seite gestellt: Amanat, den Bruder, der sich zu Zia verhält wie Abel zu Kain ...
Alle Geheimnisse von Nagarkars überbordender Fiktion liegen in Amanat verborgen, und alle auktorialen Botschaften, von denen es jede Menge gibt, kommen aus Amanats Mund.
Wieland Freund, Literarische Welt
Spannend wie ein Thriller
Kann ein Roman über religiösen Fanatismus witzig und spannend wie ein Thriller sein? Ja. Kiran Nagarkar hat ihn geschrieben.
BRIGITTE
Kiran Nagarkar ist ein Name, den man sich unbedingt merken muss, weil dieser Autor zu den echten Entdeckungen der letzten Jahre gehört.
Denis Scheck, Deutschlandradio
In den drei Großkapiteln dieses ungemein einfalls- und geistreichen, immer wieder überraschenden Buchs verfolgen wir den Weg des geborenen Fundamentalisten durch drei Weltreligionen und zugleich eine kriminelle Karriere beachtlichen Ausmaßes. »Zia« heißt Licht, und diese Metaphorik spielt eine wichtige Rolle - wobei sich der selbst ernannte Lichtbringer immer wieder als wahrer Luzifer erweist ...
Nagarkars Zia ist kein vollkommen Verblendeter, er ist auch nicht gewissenlos, und er ist kein Werkzeug. Er richtet bloß, in der festen Überzeugung auf der richtigen Seite zu sein, großen Schaden an und macht seine Nächsten unglücklich ...Die Gegengestalt zu diesem selbst ernannten Krieger im Namen des Herrn ist sein eigener Bruder Amanat, ein geborener Zweifler, ein Intellektueller mithin - ein vermeintlicher Schwächling, dessen verborgene Stärke dem erbarmungslosen Glaubensheros zu spät klar wird.
Julia Schröder, Stuttgarter Zeitung
... eines der wichtigsten Bücher dieses Herbstes.
Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung, www.sueddeutsche.de
Kiran Nagarkar ist eine herausragende Gestalt der indischen Gegenwartsliteratur.
Rainer Traub, Der Spiegel
Auf der Höhe der Zeit
Nagarkars neuester Roman »Gottes kleiner Krieger« gehört zu den herausragenden des heurigen indischen Bücherherbstes ...Nagarkar erweist sich dabei einmal mehr als begnadeter Stilist und Geschichtenerzähler, der sich in diesem Roman auch thematisch auf der Höhe der Zeit befindet.
Shirin Sojitrawalla , Wiener Zeitung
Heiligt der Zweck jedes Mittel? Das ist eine der zentralen Fragen, vor die sich der Protagonist, ein hochbegabter Muslim aus einer liberalen Familie in Bombay, im Laufe seines Lebens unter wechselnden Glaubensbekenntnissen immer wieder gestellt sieht, als fundamentalistischer Fanatiker und Terrorist ebenso wie als katholischer Mönch oder als Waffenhändler. Immer kämpft dieser kleine Krieger Gottes für eine gerechte Sache.
Nagarkar, einer der bedeutendsten indischen Gegenwartsautoren, packt in diesem überaus vielschichtigen Roman weltbewegende religiöse, ethische, soziale und politische Fragen von der Rushdie-Fatwa bis zur Definition der »Achse des Bösen« an und bezieht scharfsichtig und klug, mutig und unbestechlich kritisch Stellung, in der ihm eigenen klaren, geschliffenen Sprache.
Ein literarisch und thematisch wichtiges, brisantes Buch!
Christa Chathrath, ekz
Man könnte Kiran Nagarkar als »den« Geheimtipp der indischen Literatur bezeichnen. Gut, dass in diesem Jahr sein bislang umfangreichstes Werk erschien - »Gottes kleiner Krieger«, ein Geschenk, für das man sich sehr bedanken möchte ... »Gottes kleiner Krieger« zeigt auf, wie der Mensch an Gott scheitern kann, und wie tragisch es ist, wenn er dieses Scheitern durch Rechthaberei zu überwinden versucht. Nagarkar hat nicht ein Buch über Terrorismus geschrieben, sondern über einen anderen, viel gefährlicheren Wahn; die Selbstgerechtigkeit des Gläubigen. Am Ende glaubt man verstanden zu haben, dass der Fanatiker die größte Blasphemie begeht: im Namen Gottes alles besser zu wissen.
Ilja Trojanow, Bücher, www.buecher-magazin.de
Rasant erzählt
Mit »Gottes kleiner Krieger« hat der Inder Nagarkar das Porträt eines Mannes geschrieben, der stets das Gute will und stets das Böse schafft. Als Parabel darüber, wie nah in unserer Zeit Realität und Wahn, Religiosität und Fanatismus, Demut und Gewalt beieinander liegen, wird dieses pralle, trotz seiner Länge jederzeit rasant erzählte Panoptikum menschlicher Torheiten lange über diesen Bücherherbst hinaus von Bedeutung bleiben.
Peter Zemla, Buchjournal
Am Ende, nach einer abenteuerlichen Odyssee durch Religionen und Kontinente, nach einer Suche nach Identität und wahrem Glauben, verlässt Zia den faszinierten Leser mit mindestens ebenso vielen Fragen wie Antworten.
Gerald Giesecke, Das Parlament
Mit großem Ernst und spielerischer Leichtigkeit
Höchste Zeit, dass Kiran Nagarkar bei uns als ein Geschichtenerzähler wahrgenommen wird, der Themen wie Intoleranz und Fundamentalismus, Spiritualität, Moral und Verantwortung mit großem Ernst und spielerischer Leichtigkeit behandelt.
Cornelia Zetzsche, börsenblatt SPEZIAL
Ein starkes Plädoyer gegen jegliche Form von Extremismus
Gegen die Engstirnigkeit seiner Hauptfigur setzt Kiran Nagarkar auf Toleranz, auf ein fast europäisches Prinzip der Aufklärung. Sünder, Ketzer und Weise, wer immer die Gedankenfreiheit verteidigt, wird zum eigentlichen Sympathieträger in »Gottes kleiner Krieger«. Auch Zia Khan, dem Fanatiker kommen immer wieder Zweifel. Doch statt sich die eigene Verbohrtheit einzugestehen, sucht er stets nach neuen Heilslehren. Diese Lebenslüge hat Nagarkar mit außerordentlicher Brillanz literarisch verarbeitet.
Michael Weidemann, NDR Kultur
Zia Khan wird als wohlhabender, gläubiger, indischer Muslim in Bombay geboren und entdeckt in Indien, England und schließlich in Afghanistan seine "wahre Berufung": den Kampf gegen die Ungläubigen. Als begabter Mathematiker ist dies für ihn nur eine Frage der Logik, so dass er denn auch nach seiner Konversion zum Christentum in den USA und nach seiner Hinwendung zum Hinduismus fortfährt, für Gott zu töten. Kiran Nagarkar erzählt detailreich, psychologisch stimmig und mit zahlreichen überraschenden Wendungen wie Zia zu einem jener gewaltbereiten, religiösen Fanatiker werden konnte und welche komplexen Probleme unserer globalisierten Welt dafür verantwortlich gemacht werden können. Nicht zu unrecht ist dieser Roman (in der Übersetzung von Giovanni und Ditte Bandini) von der Kritik als einer der wichtigsten Romane des Jahres bezeichnet worden.
literaturkurier.de


