Pressestimmen

Galsan Tschinag - Dojnaa

Gewidmet hat der Autor seine Erzählung »der nomadischen Frau, auf deren Schultern das Genick einer untergehenden Welt ruht«. Doch ist der schmale Band weit mehr als nur die Hommage an tapfere Frauen und die ethnologisch-detaillierte Beschreibung  des Endes einer althergebrachten Lebensform in einem vergessenen Winkel des Erdballs. In seinem melodiösen, kraftvollen Deutsch, das die bildhafte, »wurzelig-kernige« Sprache der Tuwa, der sich wohl deshalb bei Jahrhunderten kaum verändert  hat, weil auch das Leben der Nomaden nur wenig Veränderungen unterlegen war, durchschimmern lässt, entwickelt der Autor eine große Parabel vom Sinn und Unsinn des Brudermordes und dem zweifelhaften Segen der Zivilisation.

Sabine Berking, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Galsan Tschinag braucht wenige Federstriche, um Charaktere entstehen zu lassen. Aber es ist vor allem der Schreibstil, der gefangen nimmt.Zur gleichen Zeit, wie die bekannt geglaubte Muttersprache dem deutschen Leser neue Züge offenbart, wird die fremde Welt der tuwinischen Nomaden ganz vertraut. Das zu erreichen, erlaubt sich Tschinag keine Verklemmtheiten. Das Mehr an Kultur, das Galsan Tschinag der deutschen Literatur beimischt, wird durch diese Geschichte von Hingebung und Widerwillen noch gesteigert.

Mareile Ahrndt, Der Donaukurier

In stiller Erzählweise ist Galsan Tschinag mit »Dojnaa« eine fesselnde, eindringliche tuwinische Geschichte über die Menschheitsthemen von Liebe und Heilung gelungen: Tief eintauchend in die Falten des Altai-Gebirge, sich verlieren in der weiten Steppenlandschaft.

Petra Faryn, Lesart

Wie in den anderen Büchern des deutsch schreibenden tuwinischen Autors und Chamisso-Preisträgers treffen althergebrachte Gewohntheiten auf moderne Erscheinungen, wird der Konflikt zwischen Mann und Frau ebenso thematisiert wie der zwischen Natur und Mensch.Eine unpathetisch erzählte Geschichte aus einer fremden Welt, die möglichst  viele Leser finden sollte.

Dietmar Adam, Die neue Bücherei

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