Pressestimmen
In einem eher leisen, fast privaten Monolog, unterbrochen von den Briefen an den Vater, macht Hanne Wickop ebenso vehement wie beharrlich Schluss mit den Beschwichtigungen, Vertuschungen und Verniedlichungen, die unsere Gesellschaft so gerne bereit hält für das, was unzähligen Kindern tagtäglich geschieht und zu allen Zeiten geschehen ist ... Ich wünsche diesem wichtigen und notwendigen Buch eine Unmenge Leser.
Asta Scheib
In ihrem Buch »Lieber Vater« hat Hanne Wickop ihr Schicksal als »unwertes Leben« eindringlich beschrieben ... Eine Biografie, die stracks auf Kriminalität, Drogen oder Prostitution zulaufen könnte. Aber Hanne »hat ihrem Leben, das ihr wenig Chancen gegeben hat, zwei Gefährtinnen abgetrotzt: die Malerei und die Literatur«. So formuliert es Asta Scheib, die berühmtere Schriftstellerkollegin, in ihrer Laudatio bei der Vorstellung des Buches. Ihre schrecklichen Erlebnisse hat Hanne Wickop in Kunst verwandelt. Schon als Kind hat sie alles, was sie erlebte, sich selbst erzählt, Geschichten daraus gemacht ...
45 fiktive Briefe an ihren Vater sind verflochten mit knappen Skizzen aus ihrer Kindheit, eindringlich und ohne Pathos erzählt. »Lieber Vater« heißt diese »Psychoanalyse per Buch«. Man kann nicht teilnahmslos bleiben, wenn man die Geschichte liest. Und man kann diese Frau nur bewundern, die in ihrem Leben gezeigt hat, dass - wie sie ein bisschen selbstironisch formuliert - »man auch mit so einer Kindheit was werden kann«.
Tilmann Haberer, Sonntagsblatt, www.sonntagsblatt-bayern.de
Frei von Verbitterung und Weinerlichkeit befreit sich Hanne Wickop mit den Briefen an ihren Vater von den leidvollen Erinnerungen an eine trostlose Kindheit und schildert die Kraft eines Menschen ... Es schmerzt, dieses Buch zu lesen, aber gleichzeitig macht es Mut, denn das Kind gibt trotz der fehlenden Geborgenheit und Liebe nicht auf und kämpft auch als Erwachsene weiter um ihr Lebensglück.
Sabine Grunwald, AVIVA - Online-Magazin für Frauen
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Leserstimmen
Es ist gerade die sachliche, fast beiläufige Art der Erzählweise Hanne Wickops, die den Leser erschüttert. Ihn einerseits beim Lesen vorantreibt, andererseits atemlos innehalten lässt - verstört und fasziniert zugleich.
Ute Börner
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