Leseprobe

Zé do Rock - jede sekunde stirbt ein nichtraucher

 

Deutsche sprache, schwere sprache.
Villeicht is sie ja nich die schwers tu, sie spielt aber auf alle fäll in der oberen liga mit.
Ich hab vor nich langer zeit ein par italis deutsh in der superlearningmetode unterrichtet, da sollen die leute mit vil spass lernen und man versucht inen die angst vor der neuen sprache wegzunemen, also gehört kritik selten zum unterricht. Man soll sie positiv stärken, und da kommt man im deutshunterricht in die breduje, da die lerni sovile felu macht, dass es eine sünde wär, ihm zu erzälen, er hat es richtig gesagt. Ein einfache frag und die antwortu dazu wie „Machst du mir einen Tee? Das ist eine gute Idee!" is schon eine fast unüberwindbare aufgabe für ein itali: in seiner sprache muss man die verben auch konjugiren lernen, dafür is das wort „fai" deutlich leichter auszusprechen als das wort „machst": ein CH das die itali und die meisten sprachen nich kennen, und als wär das nich genug, ein konsonantenklumpen die für vile völker ein ding der unmöglichkeit is: CHST. Dann muss er auch lernen, wie ma „mich" von „mir" unterscheidet, er muss auch das genus von „Tee" lernen, damit er den richtigen artikel verwendet (muss er im italish auch, aber in den allermeisten fällen is es von der endu her klar), er muss lernen was akusativ is, die akusativ-form für disen fall lernen, er muss wissen was substantive sind, damit er sie grosz schreibt, usw.
So dacht ich mir, sie sollten zuerst kokokukish lernen, dann könnt ich sie dauernd loben und sie müssten sich nur mit dem lernen von vokabeln beschäftigen. Sie könnten bald relativ gut mit den deutshis komuniziren und könnten dann allmälich die normaldeutsch aussprach und gramatik einsetzen, wenn sie sie oft genug gehört ham und es auch können.
Kokokuk is eine variante von ultradeutsh-U, das ich in meinem ersten buch „fom winde ferfeelt" presentiert hab, das meine reisu um die welt beschreibt. Es is a gramatish, ortografish un fonologish entslaket deutsh, die fonologishe vereinfachus basee auf deutshe dialekte. Da versuk ik au neuadings, a gewisse vokal-konsonant-harmonie herzustelle, so dat auf a konsonant a vokal folg un umkeret. Dat mag für manche deutsh oren etwas kindilik o gar kindish klin - gele, ge aba rittu italish. So vokalreich wi italish werd es zwar nit, aber immahin vokalreicha wi fransish. Wenn man es laut vorlese, sollat ma die knaklaut meide, dat heisse, die saze „make du mik a te? dat is a gud idee!" werde nit „make du mik a te? dat' is' a gut' idee" ausspreket, sondan „ma-ke-du-mi-ka-te? da-ti-sa-gu-di-de", so als wer man in Japan o Hawaii.

agnostiker - jemand der sagt, man kann nix wissen. Ich bin weniga denn ein agnostiker, ich weiss gar nicht ob man nix wissen kann.

beerdigungsinstitut - nu heisst so was Trauerhilfe. Bald vielleicht auf englisch, es könnte dann Be-Erthing Company heissen. Oda Bye-Bye Life Consulting, Finaly Peace Society, naja man wird sich was einfallen lassen. Wenn alles telefonisch geregelt wird, heisst es dann Call a Heaven.

bettschwere - ein schöner deutscher ausdruck, kann man so in keine andere sprache übersetzen, soviel ich weiss. Man kann es zum beispiel ins englische mit „tiredness, exhaustion, fatigue, usw" („bed heavyness" geht wirklich nicht) übersetzen, aber da hat man nur ein konzept, bei „bettschwere" hat man auch ein bild, ein gefühl. Von schwere zumindest. Vielleicht von bett auch.

trafikant - in Austria ste die wort für die besizi von eim tabakladen, in Brazil für ein drogendili. Fileicht is es vom rechtlichen standpunkt her bald das selbe.

vokabel - haufig gehört fragu unta polski elektromechanikis.

würdenträger - dat sin leuti die gern ir gepak tragen würden. Da sich aber andris anbiten, dat zu übanemen, mishen si sich liba nit ein.

 

... aussadeem file geshichten üba reisen, leben, spraken, vorurteile und sichaheitwan