Pressestimmen

Zé do Rock - jede sekunde stirbt ein nichtraucher

Der Baum muss ins Quadrat

Kein Begriff, den der Sprachkünstler nicht verwandelt, in seine Bestandteile zerlegt, den er nicht zurückwirft auf jene, die ihn ahnungslos gebrauchen. Dafür ist er bekannt, und auch in seinem neuen Buch "jede sekunde stirbt ein nichtraucher - a lexikon üba vorurteile un andre teile" treibt er sein Spiel mit diebischer Freude ... So geht das von A bis Z, doch das ist nur ein Teil des amüsanten und erkenntnisreichen Buches. Eigentlich handelt es von Vorurteilen im Allgemeinen und jenen gegen Raucher im Besonderen. Im Auffinden derselben ist Zé do Rock ein Meister. Kein Wunder, wenn man 13 Jahre um die Welt gereist ist, sich von Gelegenheitsjobs aller Art ernährt und Menschen, Mentalitäten, Klischees und Kuriositäten studiert hat. Am Ende stand die Erkenntnis: "das leben is wie a weitverzweigta baum, aba man versucht es als cuadrad zu sen, damit man es bessa versten kann." ... Die Auftritte des dadaistischen "Braso-Bayern" sind eine valentineske Performance, sein Werk ein höchst vergnügliches Plädoyer gegen Engstirnigkeit und für Toleranz.

Martina Scherf, Süddeutsche Zeitung

Seine Geistesblitze präsentiert der literarische Querkopf aus München im ungewöhnlichen Sprachgewand ... Auf Zé do Rocks nikotingeschwängerter Reise durch das "alfabetisch geordnete Chaos" wird das Lesen zu einem Erlebnis, das Konzentration und ein Stück Beharrlichkeit erfordert ... Do Rock streift dabei die sprachlichen Charakteristika und Sitten verschiedenster Länder und ist stets auf der Suche nach engstirnigen Vorurteilen, um sie bloßzustellen und augenzwinkernd zu brandmarken.
Beinahe genial ist es, wie der Brasilio-Bayer Wörter auseinanderdröselt und die Buchstaben auf den jeweiligen thematischen Kontext bezogen neu zusammenzimmert ...



Marc Wiegand, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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