Pressestimmen

Ngugi wa Thiong’o - Herr der Krähen

Opus magnum

»Herr der Krähen« ist Ngugi wa Thiong'os opus magnum. Ein Universalepos von fast tausend Seiten. Ein Roman, der nicht weniger ist als eine ebenso umfassende wie narrativ verästelte Parabel der Situation Schwarzafrikas, seiner Geschichte und Gegenwart, seines kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Schicksals. Kurzum: ein Roman, der aufs Ganze zielt. Man könnte ihn, was die monumentale Anstrengung und historische Bedeutung des Romans betrifft, vielleicht neben »Hundert Jahre Einsamkeit« von Gabriel Garcia Marquez aus dem Jahr 1967 einordnen, oder, um ein Beispiel neueren Datums zu nehmen, neben »Unendlicher Spaß« von David Foster Wallace von 1996. Das heißt, in die Reihe jener Bücher der Weltliteratur, in denen sich das Bewusstsein eines ganzen Kontinents oder das Nervensystem einer ganzen Epoche verdichtet ... Nach den ersten zwanzig von diesen tausend Seiten sind philologische Selbstzweifel verschwunden. Man steckt mitten in der Lektüre einer Satire von hohen Gnaden und wartet nur noch auf den nächsten irren Einfall ... Ngugi wa Thiong'o transportiert ohne den Effekt falscher Naivität die afrikanische Tradition literarischer Mündlichkeit ins Zentrum aktueller Tagesnachrichten. Denn sein Roman ist, wenn auch geformt als fantastische Parabel, eine Operation am offenen Herzen von Weltwirtschaft und Weltpolitik.

Ursula März, DIE ZEIT

Hinreißend

So opulent liegt es da, dieses Buch, so schwer ... Fast 1.000 Seiten - wie lange wird man dafür wohl brauchen? Doch dann, nach nur wenigen Zeilen, erlebt man ein seltenes Glück. Man mag nicht mehr aufhören zu lesen, wird neugieriger und neugieriger und beginnt zu schmunzeln, gar laut zu lachen, so umwerfend komisch sind die Figuren, die Szenen und dieser ganze Kosmos, der sich nach und nach entfaltet. Und dieses Vergnügen will gar nicht mehr aufhören, es zieht sich durch bis zum Schluss ...

Michael Bitala, Süddeutsche Zeitung, sz-shop.sueddeutsche.de

Ich war unvorsichtig, habe im monumentalen Roman von Ngugi wa Thiong'o zu blättern begonnen und nach 20 Seiten flüchtiger Lektüre gewusst, dass ich meinen privaten Zweiwochenplan vergessen konnte. Denn "Herr der Krähen" ist eines der witzigsten Bücher, das ich kenne, ein hoch komisches Werk, das von der ersten bis zur letzten Seite mit so aberwitzigen Einfällen gespickt ist, dass ich im stillen Lesen immer wieder von einem lauten Lachen, meinem eigenen, gestört wurde. In der Gegenwartsliteratur gibt es nicht viel zu lachen, beim Opus magnum des 1938 in Kenia geborenen Autors aber ist es angebracht, nein unausweichlich, in das große Gelächter einzustimmen, mit dem er die weißen und die schwarzen Schurken wenigstens für die Dauer seines Romans in die Flucht schlägt.

Karl-Markus Gauß, Die Presse, diepresse.com

"Herr der Krähen" ist der ebenso ehrgeizige wie souverän gelungene Versuch, den Afrikaroman des 21. Jahrhunderts zu schreiben - als monumentale, im Bachtinschen Sinne karnevalesk überdrehte, subversive und abstrafende Satire.
Das Werk ist ein Diktatorenroman, durchaus vergleichbar mit den großen lateinamerikanischen Diktatorenromanen von García Márquez bis Vargas Llosa, changierend zwischen Magischem Realismus und Groteske. Ngugi arbeitet mit den Übertreibungs- und Verzerrungsmitteln der Farce und der Satire, um am Beispiel eines fiktiven Staates die systemischen Fehler afrikanischer Staaten zur Kenntlichkeit zu entstellen und den Typus des afrikanischen Gewaltherrschers zwischen Groteske, Grausamkeit und Größenwahn durchzudeklinieren. Modelle standen ihm reichlich zur Verfügung - von Mobutu über arap Moi bis Idi Amin.

Sigrid Löffler, rbb Kulturradio, www.kulturradio.de

Dieser unterhaltsame Roman zählt zu den wichtigsten der afrikanischen Gegenwartsliteratur.

Wolfgang Herles, Das blaue Sofa, www.zdf.de

Dieses Buch ist Weltliteratur ... ein allumfassendes Kompendium

Robin Detje, Cicero, www.cicero.de

Ein gewaltiges Werk über Despotie und Korruption, Größenwahn und Magie ... nie bitter, sondern eine tänzelnde Satire - Weltbildung und größtes Lesevergnügen.

Stern

Ein wunderbares Hauptwerk eines großartigen Schriftstellers. So etwas gibt es nicht oft.

Mario Scalla, HR 2, www.hr-online.de

Platz 1 der Weltempfänger-Bestenliste

Ein fulminantes Epos, ein Märchen von der Wirklichkeit, eine Satire auf Diktatoren im fiktiven Staat Aburiria. Eine Burleske auf politische Eliten, Gewalt, Korruption, Arm und Reich und die ganze Misere des geschundenen Afrika; geschrieben nicht in der Sprache der einstigen Kolonisatoren, sondern in Gikuyu; ohne Happy End, aber mit Hoffnung, gewitzt, intelligent und poetisch.

Cornelia Zetzsche, Jury der Weltempfänger-Bestenliste, www.litprom.de

Ein großartiges, faszinierendes Epos, vermutlich die ruhmreiche Krönung von Ngugis Lebenswerk ... Er hat die Macht des Erzählens in eine Waffe gegen den Totalitarismus verwandelt.

The Washington Post

Warum sich einlassen auf fast 1.000 Seiten? Weil dieser Roman ein literarisches Meisterwerk ist, eingebettet in die reichen Nuancen afrikanischer mündlicher Erzähltradition – real wie vergossenes Blut und ein mythischer Tanz von großer Ausdruckskraft.

The Seattle Times

Dieser Roman ist atemlos, episch und voller Anspielungen. Ngugi wa Thiong’o hat sich den Raum dafür geschaffen, große Themen anzugehen und zu untersuchen, was politische Unterdrückung und Korruption ausmacht.

The Scotsman

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