Pressestimmen

Kiran Nagarkar - Die Statisten

Kiran Nagartkar erweist sich wieder einmal als Meister des Komischen, der filmreife Szenen für seine Schützlinge erschafft ... Auch bei "Die Statisten", die im Original "The Extras" heißen, waren die Übersetzer Giovanni und Ditte Bandini am Werk und wieder hat man das angenehme Gefühl, hier seien Übersetzer zugange, deren Sätze nicht nur von ihrer Sprachgewandtheit zeugen, sondern auch von ihrer Vertrautheit mit den kulturellen Gepflogenheiten Indiens. Dabei finden sie im Deutschen die richtigen Worte, um den ungeheuren Witz und Schalk dieses spottlustigen Autors zum Ausdruck zu bringen. So richtig ernst nimmt Nagarkar diesmal gar nichts, wobei die satirische Raffinesse seines Schreibens gerade darin besteht, alles und jedem in einem verächtlichen Satz seine Liebe zu erklären. Sei es der Stadt Bombay, deren Widerwärtigkeiten und Schönheit er in- und auswendig kennt oder sei es dem Genre des Hindi-Films, über das sich Nagarkar lustig macht, ohne seine Faszination verheimlichen zu können.

Shirin Sojitrawalla, Deutschlandradio, www.dradio.de

... ein farbenfrohes, heiteres und abgründiges Gesellschaftspanorama. Zugleich ist der neue 630-Seiten-Roman eine Hommage an Bombay und Bollywood, an indische Musik und westliche Popkultur. Und das macht süchtig.

Cornelia Zetzsche, Bayerischer Rundfunk, www.br.de

Im Herzen der Megacity

Die Statistenexistenz ist Metapher für das Leben in einer Megacity wie Mumbai. Keiner, der hier nicht nach seinem persönlichen Glück strebte. Der Erzähler jedoch lässt in den Schilderungen der Stadtteile und ihrer Gebäude Relikte des Kolonialismus und ein Indien im Übergang sichtbar werden. Giovanni und Ditte Bandini haben den Roman in ein rasantes Deutsch übertragen und erweisen sich auf der Höhe des Nagarkar'schen Witzes. "The Extras" heißt der Titel der Originalausgabe - hier ist keiner und nichts zu viel.

Annette Hoffmann, Badische Zeitung, www.badische-zeitung.de

Im Wartesaal des Glücks. Kiran Nagarkar gilt als wichtiger Chronist seiner Heimatstadt Mumbai. In seinem Roman gibt es ein Wiedersehen mit Ravan und Eddie, die er durch eine literarische Bollywoodkomödie hetzt.

Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung, www.sueddeutsche.de

Das Buch ist nicht nur klug und witzig geschrieben, sondern der Leser lernt nebenbei auch noch die Eigenheiten einer ganzen Metropole kennen, eine Stadt mit ihrem ganz eigenen Rhythmus ... Wie ein Bollywood-Film durchzogen von Musik und Tanz, spinnt Kiran Nagarkar in seinem Roman ein Netz aus feiner Ironie, ohne dabei seine Helden der Lächerlichkeit preiszugeben. Wenn Bombay oder Mumbai eine Droge ist, wie Kiran Nagarkar versichert, dann ist sein Roman ein knallbunter, unterhaltsamer Lesetrip ohne Nebenwirkungen. Es macht allenfalls Lust auf mehr.

Marcela Drumm, WDR5 Scala, www.wdr5.de

Kaum ein Schriftsteller trifft Bombay besser als Nagarkar.

Shashi Baliga, The Hindu

 

Das Bombay der späten Sechzigerjahre wird absolut lebendig - korrupt, chaotisch, grausam, gewalttätig und dennoch von unvermuteter Liebenswürdigkeit. Nagarkar romantisiert die Stadt selten, sondern beschreibt sie mit liebevoll erzählten Details, bis die Präsenz der Stadt ebenso groß ist wie die der Hauptpersonen.



Aishwarya Subramanian, The Indian Express

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