Pressestimmen

Ngugi wa Thiong’o - Im Haus des Hüters

Die Stimme Afrikas

Was für eine erzählerische Kraft: Aus einer harmlosen, alltäglichen Situation - dem Heimweg von der Schule - entwickelt Ngugi wa Thiong'o gleich zu Beginn mit wenigen Worten das große Drama seiner Kindheit ... Dabei urteilt Ngugi nicht, er illustriert und dringt in die Graustufen des Schwarz-Weiß-Konflikts ein: "Wissen, das ich innerhalb wie außerhalb des geregelten Rahmens erlangte, hatte dieselbe Wirkung auf mein Leben." Und machte ihn zu dem, was er heute ist: Eine der sprachmächtigsten afrikanischen Stimmen unserer Zeit.

Jan Ehlert, NDR, www.ndr.de

In „Im Haus des Hüters. Jugendjahre" zeigt sich der Autor wieder als humorvoller Erzähler, dem es meisterhaft geling, den Leser durch Schilderung von Episoden seines Lebens als Heranwachsender zu fesseln. Er arbeitet viel mit Bildern, erzeugt Assoziationen, überlässt Schlussfolgerungen aber der aufgeklärten Leserschaft ... Ngugi wa Thiong'o besticht in dem autobiographischen Werk nicht nur durch seinen brillanten Stil und detaillierte Kenntnisse über die fast vergessene Zeit der Entkolonialisierung Afrikas. Seine Autobiographie dokumentiert, wie eine Generation afrikanischer Intellektueller aus dem von den Kolonialherren installierten Bildungswesen hervorgeht. Der Übersetzter Thomas Brückner hat
dankenswerterweise in einem ausführlichen Glossar zu dem Buch wichtige Hintergrundinformationen beigesteuert. Abgesehen davor ist das Werk ganz einfach ein Stück großer Literatur.



Gerd Bedszent, junge welt

Ist Gott weiß?

Der große Schriftsteller Ngugi wa Thiong'o  schildert souverän und mit unglaublicher Leichtigkeit seine Jugendjahre mit den ehrlichen Gefühlen und Zweifeln eines Heranwachsenden - eine Entwicklungsgeschichte, die stark den politischen Aspekt mit einbindet, ohne direkt anzuklagen.

Birgit Koß, Deutschlandradio, www.dradio.de

Ngũgĩ wa Thiong'os Buch ist nicht nur eine persönliche Erinnerung, sondern auch ein wichtiges Dokument der kenianischen Geschichte im 20. Jahrhundert.

Dina Netz, Westdeutscher Rundfunk, www.wdr3.de

Politisch und persönlich zugleich, meisterhaft erzählt, ist dieser zweite Band der Lebenserinnerungen des großen Autors eine packende Lektüre. Warum gehört er nicht zur Schullektüre in der Oberstufe unserer Gymnasien? Entwicklungsroman und politisches Buch gleichermaßen, das aus einer Zeit der Menschenverachtung und der vertanen Chancen erzählt, von einem integren, großen Schriftsteller der Weltliteratur.



Regina Riepe, Buch des Monats Mai, www.peter-hammer-verein.de

In Anbetracht des Erfahrungshorizonts von Ngugis Leben, werden seine außergewöhnlichen, vom Kolonialismus und Post-Kolonialismus über britischen Rassismus, afrikanischen Despotismus, bis hin zu Exil und Ruhm alles umfassenden Memoiren - sobald sie abgeschlossen sind - wohl zu den Hauptwerken der Geschichte und Literatur unserer Zeit gehören.

Darryl Lorenzo Wellington, The Washington Post

Ngugi hat eine bewundernswerte Leichtigkeit, selbst wenn er von unheilvollen Ereignissen berichtet - in einer unprätentiösen und klaren Sprache. Während er detailliert über die Essenz der erzieherischen und häuslichen Einflüsse seiner Entwicklungsjahre berichtet, ist dieses Buch zugleich eine mutige und anschauliche Interpretation vom Niedergang des britischen Kolonialismus - das Dokument des politischen Erwachsenwerdens eines außergewöhnlichen Schriftstellers, das umso mehr zu einer ergreifenden Lektüre wird, wenn man weiß, dass die „schmerzhaften Erinnerungen" für ihn erst noch kommen werden.

Margaret Busby, The Independent

Ein Werk zurückhaltender und tief empfundener Prosa mit einem persönlichen, intimen Blick auf die großen kulturellen und politischen Veränderungen, die das moderne Afrika schufen ... Ngugi wa Thiong'os Kenia wird auf den Seiten seiner brillianten und grundlegenden Memoiren lebendig.

Hector Tobar, Los Angeles Times

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