In Galsan Tschinags Geschichten wird die Welt der Tuwiner im Altai mit seinen schneebedeckten Bergen, den eiskalten Flüssen, den Tälern und Weiden im westlichsten Zipfel der Mongolei lebendig, eine für unser Empfinden noch heile Welt. Sie ist nicht geschaffen für einen kurzen Streifzug, zu kostbar für flüchtige Blicke mit den Augen der Fremden. In den Geschichten erkennt man den unsichtbaren Reichtum dieser Welt und ihrer Menschen, die noch die Erde, die Berge, die Flüsse heilig halten, die der Natur mit Achtung und Verehrung begegnen, weil sie noch wissen, dass sie ein Teil von ihr sind. Rührt eben daher die große Würde, die von diesen Menschen ausgeht? In ihrem schlichten Gewand kann sie dem flüchtigen Blick des Fremden leicht entgehen, und unbedacht hat man sie verletzt. Mit den inneren Augen erkennt man sie besser, selbst über Tausende von Kilometern hinweg. Liest man die Geschichten des zweisprachigen Autors Galsan Tschinag mit offenem Herzen, dann tut sie sich auf, diese Welt, und macht uns reicher.
Erika Taube
In einem kraftvollen, klaren Deutsch und in Bildern von großer, schlichter Schönheit vermittelt der Dichter dem aufgeschlossenen Leser den unsichtbaren Reichtum dieser Welt und ihrer Menschen. Wie die Tuwiner bei ihren Wanderungen über die mongolische Steppe allen überflüssigen Ballast vermeiden, so frei und unverstellt ist die Sprache dieses Schriftstellers.
Hubert Grundner, Süddeutsche Zeitung
In seiner knappen Erzählung gelingt es Tschinag, die Hürde zwischen den Kulturen abzubauen und uns Leser einzuladen, die Fremde kennenzulernen, in dem er uns in unserer Sprache meisterhaft seine uns ferne Heimat und ihre Menschen näherrückt.
Heidi Zimmer, Applaus
» Ihre Meinung zu diesem Buch
» Dieses Buch weiterempfehlen

