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Ludvík Vaculík, Peter Becher

Ach Stifter

Zweisprachige Ausgabe. Aus dem Tschechischen von Franz Peter Künzel. Aus dem Deutschen von Ivan Binar.

Ludvík Vaculík, 1926 im mährischen Brumov geboren, gehört zu den profliertesten tschechischen Gegenwartsautoren. Berühmt gemacht haben ihn vor allem seine Essays, seine Romane und seine Tätigkeit für den Untergrundverlag „Edice Petlice" (Edition hinter Schloß und Riegel). 1968 verfaßt er das »Prager Manifest der 2000 Worte«. Im Januar 1990 kommt er nach 20 Jahren des Reiseverbots, zum ersten Mal wieder in den Westen. In München trägt er einen Brief an Adalbert Stifter vor, in dem er die Lebenswelt des Böhmerwalddichters in der Gegenwart der »samtenen« bzw. »sanften« Revolution und in beiden die Abgründe der deutsch-tschechischen Geschichte spiegelt.
Adalbert Stifter (1805-1868) kann dazu nicht lange schweigen. In seiner postumen (von Peter Becher zusammengestellten) Antwort greift er auf seine eigene Revolutionserfahrung von 1848 so selbstverständlich zurück, als ob zwischen seinem »sanften« Gesetz und der »sanften« Revolution ein geheimer Zusammenhang bestünde.

Die Autoren:
Ludvík Vaculík, geboren 1926, machte zunächst eine Ausbildung zum Schuster. Von 1946 bis 1951 studierte er an der Prager Hochschule für Politik und Sozialwissenschaften. Im Prager Frühling war er der führende publizistische Sprecher der Reformströmung. Später war er einer der Mitbegründer der tschechischen Menschenrechtsgruppierung »Charta 77«. Als Schriftsteller wurde er bekannt durch seine Romane »Das Beil« (1966) und »Die Meerschweinchen« (1977).
Peter Becher, geboren 1952 in München, studierte Germanistik und Geschichte. Er ist u.a. Geschäftsführer des Adalbert-Stifter-Vereins und Verfasser einer Biographie über Adalbert Stifter.

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72 Seiten, mit 10 Abbildungen
Englisch broschiert

ISBN 3-927743-04-6
2. Auflage

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