Pressestimmen

Dariusz Muszer - Gottes Homepage

Es könnte einem schwindlig werden bei der Lektüre, so rasant fliegt der neue Roman des Polen Dariusz Muszer »Gottes Homepage« durch Zeit und Raum.

Süddeutsche Zeitung

Die Heilige Homepage

Mit »Gottes Homepage« knüpft der in Polen geborene Dariusz Muszer nahtlos an das große Science-Fiction-Oeuvre seines Landsmanns Stanislaw Lem an. Sein Roman aus einer fernen Zukunft ist verstörend, tragikomisch und klug zugleich, eine gelungene Satire auf den Traum vom ewigen Leben und die Tristesse der virtuellen Welten im Internet.

Bruno Lässer, Vorarlberger Nachrichten

Es gibt Romane, die sind so verrückt, dass man sie bald nicht mehr weiterlesen mag oder regelrecht verschlingen muss. Dariusz Muszers neuer Roman gehört zu der zweiten Sorte ... Ähnlich wie Kurt Vonnegut benutzt Muszer seine Zukunftsvisionen, um unsere Zeit und unsere Epoche zu kommentieren, da nähert er sich auch der literarischen Vorgehensweise von Stanislaw Lem. Aber das ist kein klassischer Science-Fiction-Roman, sondern ein verzweifelter Aufschrei gegen die Dominanz des Verstandes und der Ratio in unserer modernen Welt.



Artur Becker, Rheinischer Merkur

Was ist wirklich, was ist Traum, was ist Simulation? Es gibt keinen Tod mehr, Zahlen werden mit Farben gemischt, Menschen werden runderneuert, plastische Chirurgie gehört zum Alltag, und es ist nicht erlaubt, in Mietshäusern Literatur zu betreiben. »Gottes Homepage« ist ebenso grotesk wie erschreckend nah an der Zukunft. Oder der Gegenwart? Im Rückblick seines Protagonisten beschreibt Muszer die manipulativen Mechanismen des Informationszeitalters und die Perversion des Krieges, und er tut dies so komisch wie gnadenlos.

Kersten Flenter, Hannoversche Allgemeine Zeitung

Zu allen Zeiten ist Dariusz Muszers Roman »Gottes Homepage« klug, bitterböse und visionär. Der knappe, erschreckende und sehr unterhaltsame Roman könnte ein Klassiker werden und Dariusz Muszer die Nachfolge des Altmeisters Stanislaw Lem antreten.

Hilde Meier, Kultura-Extra

Muszers Roman ist eine eigenartige Mischung aus konsequenter Fortschreibung genau beobachteter gesellschaftlicher Entwicklungen und deren ironischer Betrachtung durch groteske Überhöhung. Als in Deutschland lebender Pole ist er in der Lage, die Situation der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit sowohl in Ost- als auch in Westeuropa detailliert darzustellen. Die von ihm daraus abgeleiteten Bilder vom gesamteuropäischen Bürgerkriegschaos der Zukunft machen nicht froh. Urkomisch sind dagegen die Schilderungen von der Endzeitwelt des Regenbogens und die Berichte von geradezu makabren Manipulationen der Vergangenheit und Zukunft ... Muszer schreibt: »Jede Gesellschaft ist im Grunde genommen totalitär und zensurverliebt. Meistens hat sie davon aber keine Ahnung.«

Gerd Bedszent, Die Brücke

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