Pressestimmen
Seit Rachid Boudjedras »Topographie« hat uns kein anderer Roman aus dem Maghreb die schwierige Situation arabischer Intellektueller so überzeugend nahegebracht ...
Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung
Hassouna Mosbahi erzählt in diesem melancholischen Roman von der Macht der Erinnerung und von den Schrecken der Gegenwart, er verwebt Alltagsbeobachtungen mit arabischen Mythen. Ein Buch voller Geschichten, Gerüchen und Farben.
Metropol (Schweiz)
Tarschisch ist ein alter Name für Tunis, wohin der Held des Romans, ein Dichter und Intellektueller, aus dem europäischen Ausland zurückkehrt. Der Leser erhält durch die Augen des Autors einen intimen Einblick in die noch immer faszinierende Stadt Nordafrikas, die so gut wie auf den Ruinen des einstigen Karthago entstanden ist. Den Geschehnissen haucht der Autor kraft reiner Poesie Seele ein. In der bildhaften Sprache der Beduinen lässt er Einzelschicksale wie Vögel aufsteigen und sie genauso rasch am Horizont wieder abtauchen. Der Leser bleibt mit einem Stich im Herzen zurück, der ihm das Nachdenken nicht erspart. Mosbahi schildert in diesem Roman ein Nomadentum, das nicht geographische oder ethnische bedingt ist, sondern dem jeder von uns mehr oder weniger unterliegt. Unsere zerschlagenen Träume und Ideale, die den Verlust von Illusionen nach sich zeihen, sind auch für das innere Exil des Einzelnen im Hier und Jetzt verantwortlich.
Melita Gigorgioni, Nürnberger Zeitung
Sein Roman ist eine große, elegische Parabel auf die Kunst des mündlichen Erzählens und gleichzeitig eine Reverenz an den modernen europäischen Roman. Mosbahi hat das Buch einer verlorenen Generation geschrieben. Und gleichzeitig einen Abgesang auf eine Kindheitswelt, die von den Geschichten der Alten geprägt war.
Hilmar Klute, Süddeutsche Zeitung
zurück nach oben