Pressestimmen

Adel Karasholi - Also sprach Abdulla

... wer die Verse von Adel Karasholi gelesen hat, wird auch zum nächsten Buch von ihm greifen.

Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland

Die Gedichte sind in der Form den altislamischen Sufi-Texten ähnlich. Die Welt wird befragt. Und die Welt ist im Kleinen wie im Großen, im Ganzen wie im Teil erkennbar. Schwebeleicht kommen die Verse daher und doch ist diese Lyrik poetische Umsetzung von Lebens- und Erlebens-Philosophie. Karasholi ist geübt im Verbinden der Kulturen. Dieser Gedichtband gehört in die Bücherschränke der Weltbürger!

Passauer Neue Presse

Seine Verse sind voll Zärtlichkeit. Wie die Stimme, wenn er »Abdulla« zitiert: einen Weisen, einen Melancholiker, einen, der niemals aufgeben wird. Adel Karasholi ist ein großer Verführer. Wenn er liest, atmet das Publikum im Rhythmus seiner Sprache, lächelt und trauert mit den Helden, braucht am Ende einen Moment Bedenkzeit. Dann kommen der Beifall und auf dem Heimweg das Gefühl, seltsam getröstet zu sein.

Gisela Hoyer, Leipziger Volkszeitung

Die Gedichte von Adel Karasholi in »Also sprach Abdulla« sind ein inneres Zwiegespräch, das neben den großen Lebensthemen immer wieder die des Fremdseins, des Reisens und des Ankommens aufgreift. Der aus Damaskus stammende Lyriker bedient sich dabei einer einprägsamen, auch rhythmischen Sprache. Sie kommt scheinbar leichten Fußes daher; sie bildet durch ihren Bilderreichtum eine Brücke zwischen Orient und Okzident.

Ekkehard Henschke, Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig

Kunstvolles Selbstgespräch

»Also sprach Abdulla« hat  nur den anlehnenden Gestus Nietzsches; Abdulla ist kein Zarathustra. Adel Karasholi hat diese fiktive Gestalt gewählt, um kunstvoll mit sich selbst das Gespräch zu führen. ... Manchmal las ich in diesem Band wie in einem »West-östlichen Diwan«.

Rulo Melchert, Sächsische Zeitung

Der Lyriker, Essayist, Übersetzer, der für seinen neuen Gedichtband unisono und weithin gerühmt, gehört zu den Ausnahmeerscheinungen der deutschen wie der arabischen Literatur-Szene. In Damaskus geboren - die Eltern waren kurdischer Abstammung -, veröffentlichte er 15jährig seine ersten Verse. Dann war er Korrektor einer Zeitung und Kulturjournalist für unterschiedliche Medien. Als Mitglied des arabischen Schriftstellerverbandes mußte er nach dessen Vebot 1959 Syrien verlassen. Ihm gelang die Flucht in den Libanon und später in die Bundesrepublik Deutschland. Kurz darauf siedelte er in die DDR über und lebt seither in Leipzig. Er promovierte 1970 über das Theater Brechts und arbeitete als Lektor an der Universität Leipzig.
In der Urkunde zum Adelbert-von-Chamisso-Preis, den Karasholi von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste erhielt, heißt es: »Seine Lyrik vereint auf glückliche Weise Orient und Okzident in vertraut-unvertrauten Bildern. Seine Essays sind hellsichtige Auseinandersetzungen mit einer unübersichtlich gewordenen Welt, in der das Individuum verlorenzugehen droht. Aus seinen Werken spricht die Formkraft und Ideenfülle eines Dichters- zusammen mit der Weisheit eines Weltbürgers.«

Rolf Richter, Leipziger Volkszeitung

Ich behaupte, »Also sprach Abdulla« gehört zu den Phänomenen.  Es ist ein Gedichtband, der so einzigartig aus der unüberschaubaren Flut von Neuerscheinungen herausragt, daß er gar keiner Superlative bedarf, denn die gehören längst zum Repertoire der Mittelmäßigkeit...
Wer Belehrungen in der Art eines Katechismus vermutet, wird von der Bilderfülle, von der Lust an Widersprüchlichem und Paradoxa geradezu überwältigt.  Manchmal erwidert das Ich, meist nimmt es die Worte Abdullas unwi­dersprochen hin.  Für den Leser bieten sie in jedem Falle Stoff zum Nachdenken, zum Träumen oder auch zur Freude an der Vollkom­menheit gelungener Bilder. Unaufdringlich, aber beharrlich verkündet Karasholi: So reich ist eure Sprache, die zu meiner Sprache geworden ist; und er beschämt all jene, die ihrem Deutsch nichts mehr zutrauen, ihm nichts mehr abverlangen...
Da gibt es, wie oft in Karasholis Lyrik, ein Erkennen, das mit Irrita­tion gepaart ist.  Die Irritation aber rührt daher, daß wir es einfach ver­lernt haben, in Bildern zu denken.  Und zugleich macht Karasholi es uns leicht, denn er wählt nie das extravagante Bild, sondern fast im­mer das vertraute.  Diese hohe Kunst: die Verbindung des Einfachen mit artistischer Arbeit am Material zeichnet die jüngste Arbeit Karas­holis aus.  Ich denke, es ist ein Glücksfall für die Literatur und eine Gnade der Göttinnen, die nur selten einem Mann jenseits der Lebens­mitte noch soviel kreative Potenz zubilligen.

Thomas Böhme, Kreuzer

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