Pressestimmen

Günter Herburger - Das Glück

Der Schriftsteller Günter Herburger bewegt sich als Läufer und Kundschafter durch die Welt, erfüllt nicht so sehr von Siegesbotschaften als vielmehr von mystischen Augenblicken der sinnlichen Wahrnehmung, die ihm die totale körperliche Verausgabung beschert ... Herburgers fotografisches Auge verwandelt die Dinge in magisch beseelte Objekte, denen ein phantastisches Geheimnis innewohnt. Die Texte erfinden gewissermaßen die Biographie der fotografierten Dinge und Landschaften. Dabei verkümmert der Text nicht zur redundanten Bildunterschrift, sondern präsentiert sich als eigenständiges Kunstwerk, oft als Roman in Pillenform.

Michael Braun, Basler Zeitung

Schauen und aufnehmen, (be)nennen und (be)schreiben ... Reminiszenzen von Reisen, Photos mit jeweils ein paar knappen Sätzen gekoppelt. Verkrautung würde Herburger vielleicht selber sagen: nicht nur des Landes, sondern auch der Sinne und Mythologien.
Ein Verkehrsschild, darauf ein »ägyptischer Gefährte aus einem Blechrelief. Gnadenlos ausschreitend schwang er seine Arme vor und zurück.« ...
Tangential ist die Beziehung zwischen Bildern und Sätzen, ohne dass man den Berührungspunkt exakt angeben könnte ...
Von Gebser und Gadda hat Günter Herburger das Leben in Zeitverschiebungen gelernt: für ihn eine Frage exakter Wissenschaft, gerade in seiner poetischen Prosa, auch wenn das Spiel der Fakten nicht restlos verbürgt ist. Der Süden prägt ihn, wie Achternbusch, sein Verhältnis zum Bild. In den Abruzzen sieht er einmal »eine Omnibusstation, an der ich nie ein- noch ausstieg. Doch eines Tages, wenn ich auf den Tod warte, möchte ich in dem Sessel sitzen, an einem stürmischen, kalten Morgen.«

Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung

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