Pressestimmen

Abdulrazak Gurnah - Schwarz auf Weiß

»Schwarz auf Weiß« führt, wie Gurnahs spätere Werke, über das Schema vieler Emigrantenromane hinaus, die die Auswanderer als bloße Opfer betrachten. Das Fehlen jeder Ideologie im Verhältnis von Kolonialisiertem und Kolonialherrn und die differenzierte sicht auf die Fragen der Emigration machen »Schwarz auf Weiß« zu einem überaus lesenswerten Werk. Dazu kommt die sachlich-elegante Sprache, die Thomas Brückner mit großem Geschick ins Deutsche übertragen hat.

Heinz Hug, Neue Zürcher Zeitung, www.nabou.ch

Es gibt unterschiedliche Formen von Fremdheit. Es gibt das Fremdsein des Neuankömmlings, und es gibt die Fremdheit eines Tropfen Öls in einem Eimer Wasser. Sie ist mehr als ein vorübergehender Zustand. Sie ist die eigentliche Existenzform des Fremden: etwas Unauflösliches ...
»Schwarz auf Weiß« ist im Grunde eine einfache, eine oft erzählte Geschichte: Eine Liebe zwischen ungleichen Partnern. Ein Antiheld, der an der Gesellschaft zu scheitern droht. Was den Roman jedoch zu mehr macht als der Spiegelung einfacher Muster auf einer postkolonialen Thematik, sind die kleinen Geschichten der Menschen, die hier erzählt werden.
Gurnah selbst hat die Motivation seines Schreibens einmal damit begründet, dass er »etwas Ungesagtes, etwas noch nie Gehörtes« finden wolle. Genau das zeichnet den Roman aus: Geschichten von Menschen, die selten gehört und noch seltener auf so eindrucksvolle Weise aufgeschrieben wurden. Der Roman »Schwarz auf Weiß« zeichnet ein Bild verhärteter Gesellschaftsstrukturen - und bringt sie in Bewegung.

Jan Valk, www.qantara.de

Kraftvolle und mit Ironie durchwirkte Beschreibung des Lebens eines Emigranten in England.

Tobias Hierl, Buchkultur

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