Für viele ausländische Publizisten und Schriftsteller ist Deutschland ein Zufluchtsort. In der Heimat in ihrer künstlerischen Existenz bedroht und aus Angst um das eigene Leben wählen sie den Weg ins Exil. Doch was heißt Leben im Exil?
Muttersprache und Vaterland sind Teil ihrer Identität, die sie durch die Flucht verlieren. Den neuen Sprach- und Kulturraum müssen sie sich erst mühsam erobern und ihre Entwurzelung überwinden.
Aus der Begegnung zwischen Journalistinnen und Journalisten und Emigranten in München sind Interviews, Porträts und Reportagen entstanden, die von diesem mühsamen Ringen sprechen.
Miteinander ins Gespräch treten Olga Mannheimer und Wladimir Woinowitsch (Russland), Cornelia Zetsche und SAID (Iran), Karin Steinberger und Ranjith Lochbihler (Sri Lanka), Christiane Schlötzer-Scotland und Milorad Vujovic (Kroatien), Peter Becher und Ivan Binar (Tschechische Republik), Gunna Wendt und Amasigh Tasmalt (Algerien), Cornelia Zetsche und Haydar Işik (deutscher Kurde), Petra Steinberger und Adnan Al-Dahir (Irak), Thomas Grasberger und Juvenal Morales (Chile) sowie Hans-Joachim Lanksch mit einem Nachruf auf Martin Camaj (Albanien).
Die Herausgeberin: Elisabeth Tworek, 1955 in Murnau geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Politische Wissenschaften, Promotion. Freie Mitarbeit beim Bayerischen Rundfunk, seit 1994 ist sie Leiterin der Monacensia, dem Literaturarchiv der Stadt München. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. über Ödon von Horváth.
» Ihre Meinung zu diesem Buch
» Dieses Buch weiterempfehlen

