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Eintrag vom 23.01.2012

Wir trauern um Curt Meyer-Clason

Am Freitag, den 13. Januar 2012, ist unser Autor und Freund, der Übersetzer und Schriftsteller Curt Meyer-Clason im Alter von 101 Jahren in München gestorben. Curt Meyer-Clason galt als einer der wichtigsten Übersetzer und Vermittler lateinamerikanischer, portugiesisch- und spanischsprachiger Literatur im deutschsprachigen Raum.

Am 19. September 1910 in Ludwigsburg geboren, arbeitete er zunächst als Kaufmann in Bremen, ab 1936 in Argentinien und Brasilien. Erst 1955 kehrte er nach Deutschland zurück, um als freier Verlagslektor, Schriftsteller und Übersetzer (u.a. von Gabriel García Márquez, Pablo Neruda und Jorge Luis Borges) zu arbeiten.
Von 1969 bis 1976 – in den letzten Jahren der Salazar/Caetano-Diktatur und des Übergangs des Estado Novo zur Dritten Republik – war er Leiter des Goethe-Instituts in Lissabon.
Curt Meyer-Clason wurde als korrespondierendes Mitglied in die Academia Brasileira de Letras gewählt und erhielt für sein Lebenswerk zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1975 den Übersetzerpreis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und 1996 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.

Foto: © Isolde Ohlbaum

Nachrufe auf Curt Meyer-Clason:

Die Welt
http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13824513/Ein-Liebhaber-des-Lebens-und-der-Buecher.html

Deutschlandradio Kultur
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1654965/

Süddeutsche Zeitung
http://www.sueddeutsche.de/h5Y38y/426435/Ueberbordend.html

CULTurMAG
http://culturmag.de/litmag/zum-tod-des-ubersetzers-curt-meyer-clason/43181

Eintrag vom 24.11.2011

»Andere Bücher braucht das Land« im Literaturhaus München

Am Samstag, dem 26. und Sonntag, dem 27. November 2011, findet im Münchner Literaturhaus zum fünften Mal "der Markt der unabhängigen Verlage" statt.
 
Seit Jahren sorgen neue, kleine und unabhängige Verlage für Beachtung: mit besonderen Programmen, mit verlegerischem Mut und mit Büchern, die ein eigenes gestalterisches Profil erkennen lassen und dieses Profil nun im Münchener Literaturhaus vorstellen. Auch der A1 Verlag ist wieder mit dabei!
 
Alle Bücher sind auf dem Markt im Direktverkauf erhältlich! Öffnungzeiten jeweils von 11-18 Uhr!
 
Veranstalter: Das Literaturhaus München in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den ausstellenden Verlagen.
Medienpartner: Abendzeitung, Applaus

Weitere Informationen finden Sie hier

Eintrag vom 27.10.2011

»Herr der Krähen« auf der SWR-Bestenliste November 2011

Der Roman »Herr der Krähen« von Ngugi wa Thiong'o steht auf der SWR-Bestenliste November 2011.

Die Hörfunk-Sendung "Die SWR Bestenliste" in SWR2 wird am 1. November um 22.05 Uhr ausgestrahlt.
Aus der Jury diskutieren die Literaturkritikerinnen Verena Auffermann und Sigrid Löffler über die folgenden Bücher
 
- Judith Schalansky: Der Hals der Giraffe. Suhrkamp Verlag (Platz 1)
- Jan Peter Bremer: Der amerikanische Investor. Berlin Verlag (Platz 3)
- Volker Braun: Die hellen Haufen, Suhrkamp Verlag (Platz 4)
- Ngugi wa Thiong' o: Herr der Krähen, A1 Verlag (Platz 9)

Moderation: Eberhard Falcke

Eintrag vom 27.10.2011

Kiran Nagarkar in der Sendung »Sternstunde Philosophie« im Schweizer Fernsehen




Kiran Nagarkar, zur Zeit für sechs Monate als "Writer in Residence" in Zürich, war Gast der Sendung "Sternstunde Philosophie" im Schweizer Fernsehen. Das einstündige Interview wird am Sonntag, 30. Oktober, 9:15 auf 3sat ausgestrahlt und kann im SF Videoportal angesehen werden.





Eintrag vom 07.10.2011

Frankfurter Buchmesse 2011

Wir freuen uns über Ihren Besuch auf der Frankfurter Buchmesse! Sie finden unseren Stand in Halle 4.1, D 133.

Im Fokus unseres diesjährigen Auftritts stehen die vier Neuerscheinungen
Ngugi wa Thiong'o, Herr der Krähen; Corinne Hofmann, Afrika, meine Passion; José Eduardo Agualusa, Barroco tropical; Mahmoud Darwish, Der Würfelspieler.

    

      
 

Eintrag vom 01.09.2011

Ngugi wa Thiong’o mit »Herr der Krähen« auf Platz 1 der Weltempfänger-Bestenliste

Begleitet von zwei fulminanten Besprechungen in der Süddeutschen Zeitung und im Deutschlandfunk erschien vergangene Woche Ngugi wa Thiong’os großer Roman »Herr der Krähen«.

Die Literaturkritikerin Ursula März nennt Ngugi wa Thiong’os Roman »Herr der Krähen« in ihrer ausführlichen Würdigung zum Buch der Woche »eine Satire von hohen Gnaden« und stellt das Buch als opus magnum neben »Hundert Jahre Einsamkeit« von Gabriel García Márquez und »Unendlicher Spaß« von David Foster Wallace »in die Reihe jener Bücher der Weltliteratur, in denen sich das Bewusstsein eines ganzen Kontinents oder das Nervensystem einer ganzen Epoche verdichtet« (>>> Deutschlandfunk)

Und Michael Bitala stellt angesichts des knapp 1.000 Seiten umfassenden Werkes in der Süddeutschen Zeitung fest: »Doch dann, nach nur wenigen Zeilen, erlebt man ein seltenes Glück. Man mag nicht mehr aufhören zu lesen, wird neugieriger und neugieriger und beginnt zu schmunzeln, gar laut zu lachen, so umwerfend komisch sind die Figuren, die Szenen und dieser ganze Kosmos, der sich nach und nach entfaltet. Und dieses Vergnügen will gar nicht mehr aufhören, es zieht sich durch bis zum Schluss.« (>>> Süddeutsche Zeitung)

Jetzt wurde Ngugis »Herr der Krähen« auf Platz 1 der litprom-Bestenliste Weltempfänger gewählt:




 Ngugi wa Thiong’o: Herr der Krähen. [Kenia]

Aus dem Englischen von Thomas Brückner.
 
Ein fulminantes Epos, ein Märchen von der Wirklichkeit, eine Satire auf Diktatoren im fiktiven Staat Aburiria. Eine Burleske auf politische Eliten, Gewalt, Korruption, Arm und Reich und die ganze Misere des geschundenen Afrika; geschrieben nicht in der Sprache der einstigen Kolonisatoren, sondern in Gikuyu; ohne Happy End, aber mit Hoffnung, gewitzt, intelligent und poetisch. (Cornelia Zetzsche)




Die Jury:
Ilija Trojanow (Vorsitz), Katharina Borchardt (SWR), Anita Djafari (litprom), Andreas Fanizadeh (taz), Karl-Markus Gauß, Claudia Kramatschek, Kristina Pfoser (ORF), Thomas Wörtche und Cornelia Zetzsche (BR).

Die dreimonatlich erscheinende Weltempfänger-Bestenliste ist eine Initiative von litprom, der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V., und wird unterstützt von den Medienpartnern Arte, Deutschlandradio Kultur, Falter, Frankfurter Buchmesse, Frankfurter Rundschau, nordwestradio und taz.

 

Eintrag vom 10.05.2011

»Barroco tropical« auf der Shortlist „Internationaler Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2011“

Unser angolanischer Autor José Eduardo Agualusa und sein Übersetzer Michael Kegler stehen mit dem Roman »Barroco tropical« auf der Shortlist des 2009 als Pendant zum „Deutschen Buchpreis“ ins Leben gerufenen „Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2011“.

»Barroco tropical«
ist damit eines von 6 Büchern, die von der Jury aus Ramón García-Ziemsen (Leiter Kulturredaktion, Deutsche Welle), Marie Luise Knott (Kritikerin, Übersetzerin), Claudia Kramatschek (Literaturkritikerin/ Kulturjournalistin), Lothar Müller (Redakteur, Feuilleton Süddeutsche Zeitung), Ilma Rakusa (Schriftstellerin, Übersetzerin, Publizistin), Susanne Stemmler (Leiterin Bereich Literatur, Haus der Kulturen der Welt) und Stefan Weidner (Autor, Übersetzer, Literaturkritiker) ausgewählt wurde. Aus über 100 Titeln, übersetzt aus 24 Sprachen, von Autoren aus 52 verschiedenen Herkunftsländern hatte die diesjährige Jury zu wählen.
Der „Internationale Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt“ will „auf qualitativ hervorragende und außergewöhnliche Werke der internationalen Literaturen aufmerksam machen“ und die „Vermittlungsleistung von literarischen Übersetzern würdigen“. Er ist mit insgesamt 35.000 € dotiert. Davon gehen 25.000 € an den Autor und 10.000 € an den Übersetzer. Die Preisverleihung findet am 29. Juni 2011 in Berlin statt.
Die vollständige Shortlist 2011 finden Sie hier.
 

Eintrag vom 24.02.2011

»Johann Friedrich von Cotta-Literaturpreis« 2011 für Günter Herburger

 
Der Schriftsteller Günter Herburger erhält den
"Johann Friedrich von Cotta-Literaturpreis" 2011. 


Die Begründung der Jury lautet:
Der Cotta-Preis der Stadt Stuttgart 2011 wird einem Autor verliehen, dessen Werk sich durch wache Zeitgenossenschaft, Originalität des Blickes auf Eigenes wie Fremdes und glänzende Beschreibungen von Natur („außen“) und Mensch („innen“) auszeichnet. Seine Texte verbinden poetische Sprachkraft mit Furchtlosigkeit vor den Naturwissenschaften. Günter Herburger, geboren 1932 in Isny im Allgäu, ist Reisender von Anfang an, Langstreckenläufer, Sanskritleser, Hörspielautor, Radiomann in Stuttgart in den 60er Jahren, Sprungkünstler, Rhythmiker. Seine Tonleiter spielt in Gedichten, kurzer und langer Prosa und Hörspielen, seine Texte denken nach über die Verfertigung des Gedankens beim Gehen und des Gehens beim Gedanken, über die Konstruktion der Wirklichkeit im Sehen und die Selbsterfindung des Menschen durch Reisen, Forschen, Leben mit anderen.
Herburger ist ein Kosmopolit, der sich auf eigenen Beinen durch Länder und ihre Landschaftsseiten bewegt, sie räumlich und historisch weit fast und in ihnen immer auch Sprache und Sprachen durchstreift. Ein Pionier, dessen Geist dem Verleger Johann Friedrich Cotta, der dem Preis seinen Namen gibt, gefallen haben müsste, lässt sich bei Herburger doch erfahren, wie sich quicklebendiges Denken und die Kunst der Abschweifung verbinden, wie unterhaltsam lakonische Abgänge und erhellende Metaphern sein können.
Herburgers Gedichtbände, Romane und Lauf- wie Reisebücher sind Wunderkammern der Lebendigkeit und Weltwachheit – auch im Alter.

Der Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart wird alle drei Jahre verliehen. Ein deutscher Schriftsteller und ein Übersetzer teilen sich die Auszeichnung, die mit je 10.000 Euro dotiert ist. Den Übersetzerpreis 2011 erhält die Übersetzerin Claudia Ott. Die Preisverleihung findet am 6. Juli 2011 im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses statt.
 

Eintrag vom 20.01.2011

Günter Herburger erhält Lübecker Literaturpreis »Von Autoren für Autoren«

Lübecker Literaturtreffen
verleiht erstmals den Preis
„Von Autoren für Autoren“
Preisträger ist Günter Herburger
 
Am 30. Januar 2011 wird erstmals der Lübecker Literaturpreis „Von Autoren für Autoren” in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck verliehen. Der erste Preisträger ist Günter Herburger. Der Preis gilt seinem Lebenswerk. Er ist mit 7.500 € dotiert und soll zukünftig alle zwei Jahre verliehen werden - im Wechsel mit dem “Thomas Mann-Preis”.
 
Günter Grass begann vor sechs Jahren, einmal jährlich Autoren nach Lübeck einzuladen, die sich nach bewährt alter Methode während zwei Tagen aus Manuskripten vorlasen. Kein Berufskritiker war dabei, keine Presse.
Günter Grassüber die Entstehung der Idee zu diesem Preis:
„Abseits unserer Lesungen sprachen wir über Autoren meiner Generation und der nachfolgenden, tote und noch lebende, die in schnelllebiger Zeit in Vergessenheit zu geraten drohen. Und so kam uns der Gedanke, gegen diese nivellierende Tendenz etwas nach unseren Möglichkeiten zu tun und einen Preis „Von Autoren für Autoren“ zu stiften. Die Preissumme ergibt sich aus unseren Mitteln und der Preisträger nach unserer Wahl.“
 
Darauf antwortete Günter Herburger:
„Lieber Günter Grass,
ich danke sehr, dass ich den Lübecker Literaturpreis als Erster erhalte.
Außerdem ehrt es mich, dass er von Dichtern für Dichter ausgewählt wurde. Wie sehr viel früher waltet dadurch eine Art Reinheitsgebot, das ist wunderbar...“
 
Günter Herburger, geboren 1932 in Isny, studierte Theaterwissenschaften, Literatur, Philosophie und Sanskrit in München und Paris. Er arbeitete in früheren Lebensphasen in verschiedenen Berufen und verschiedenen Ländern und lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. Seit 1983 nimmt Herburger regelmäßig an Marathon- und Extremlangstreckenläufen teil. Sein umfangreiches Werk umfasst Romane, Reise-Novellen, Hörspiele, Drehbücher und Gedichte, zuletzt „Ein Loch in der Landschaft“, 2010.
 
Die Preisverleihung unter Mitwirkung der Autoren des diesjährigen Literaturtreffens findet am 30. Januar 2011 im Scharbausaal, Hundestraße 5-17 in Lübeck statt.
 

Eintrag vom 07.01.2011

Independent-Vertriebskooperative

Der A1 Verlag hat sich zum 1. Januar 2011 mit den Verlagen Assoziation A, edition fünf, Edition Nautilus und dem Transit Buchverlag zur Vertriebskooperative buchkoop konterbande zusammengeschlossen. Drei gemeinsame Vertreter reisen künftig in Deutschland für die fünf unabhängigen Verlage, um deren Programme in den Buchhandlungen vorzustellen.


Genauere Informationen für Buchhändlerinnen und Buchhändler finden Sie auf der Website www.buchkoop.de.

Das Börsenblatt über die neue Kooperative: www.boersenblatt.net

Eintrag vom 01.12.2010

Ngugi wa Thiong’o auf Platz 1 der Weltempfänger-Bestenliste


Im Oktober wurde Ngugi wa Thiong'o als Topfavorit für den Literaturnobelpreis gehandelt, jetzt wurde er mit seinen Kindheitserinnerungen "Träume in Zeiten des Krieges" auf
Platz 1 der litprom-Bestenliste Weltempfänger gewählt.


Die Jury:
Ilija Trojanow (Vorsitz), Katharina Borchardt (SWR), Anita Djafari (litprom), Andreas Fanizadeh (taz), Karl-Markus Gauß, Claudia Kramatschek, Kristina Pfoser (ORF), Thomas Wörtche und Cornelia Zetzsche (BR).

Die dreimonatlich erscheinende Weltempfänger-Bestenliste ist eine Initiative von litprom, der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V., und wird unterstützt von den Medienpartnern Arte, Deutschlandradio Kultur, Falter, Frankfurter Buchmesse, Frankfurter Rundschau, nordwestradio und taz.
 


Ngugi wa Thiong’o. Träume in Zeiten des Krieges. Eine Kindheit [Kenia]
Aus dem Englischen von Thomas Brückner.
 
Ngugis Memoiren scheinen die Vermutung zu bestätigen, dass große Literatur immer wieder entsteht,
wenn die Leidenschaften der Kindheit zu neuem Leben erweckt werden. Vergleichbar mit Soyinkas
„Aké“ werden anhand der eigenen Kindheitsgeschichte die großen afrikanischen Themen erzählt:
Kolonialisierung und Rebellion, Tradition und Moderne sowie der Streit um die rechte Sprache.
(Ilija Trojanow)
 





Die vollständige Liste finden Sie unter http://www.litprom.de/

Eintrag vom 04.10.2010

Frankfurter Buchmesse 2010


Wir freuen uns über Ihren Besuch auf der Frankfurter Buchmesse! Sie finden unseren Stand in Halle 4.1, G 130.

Im Fokus unseres diesjährigen Auftritts stehen die fünf Neuerscheinungen
Ngugi wa Thiong'o, Träume in Zeiten des Krieges; Günter Herburger, Ein Loch in der Landschaft; Irina André-Lang, Kap meiner Hoffnung; Birgit Virnich, Ein Fahrrad für die Flussgötter und José Eduardo Agualusa, Die Frauen meines Vaters.


 

Eintrag vom 20.09.2010

Wir gratulieren unserem Autor Curt Meyer-Clason zum 100. Geburtstag


Unser Autor, der Übersetzer und Schriftsteller Curt Meyer-Clason, ist am 19. September 2010 100 Jahre alt geworden.
 
Bis heute gilt Meyer-Clason als einer der wichtigsten Vermittler und Übersetzer lateinamerikanischer Literatur im deutschen Sprachraum.
 

1910 in Ludwigsburg geboren, arbeitete er zunächst als Kaufmann in Bremen, ab 1936 in Argentinien und Brasilien. Erst 1955 kehrte er nach Deutschland zurück, um als freier Verlagslektor, Schriftsteller und Übersetzer (u.a. von Gabriel García Márquez, Pablo Neruda und Jorge Luis Borges) zu arbeiten.
 
Von 1969 bis 1976 – in den letzten Jahren der Salazar/Caetano-Diktatur und des Übergangs des Estado Novo zur Dritten Republik – war er Leiter des Goethe-Instituts in Lissabon.
 
Curt Meyer-Clason wurde als korrespondierendes Mitglied in die Academia Brasileira de Letras gewählt und erhielt für sein Lebenswerk zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1975 den Übersetzerpreis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und 1996 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.
 
Im A1 Verlag sind zwei Bücher von Curt Meyer-Clason erschienen:
- Portugiesische Tagebücher. Mit einem Nachwort von Walter Jens.
- Der Unbekannte. Erzählungen.

Würdigung Curt Meyer-Clasons finden Sie u.a. hier:
www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/1271059/
www.goethe.de/kue/lit/slt/de6523218.htm
www.buchmarkt.de/content/43642-curt-meyer-clason-100-.htm

Foto: © Isolde Ohlbaum

Eintrag vom 26.07.2010

»Kap meiner Hoffnung« auf Platz 20 der SPIEGEL-Bestsellerliste


Die Lebensgeschichte von Irina André-Lang »Kap meiner Hoffnung« ist in dieser Woche der höchste Neueinstieg der SPIEGEL-Bestsellerliste. Das mitreißende Buch erzählt die persönliche Geschichte der deutschen Kinderärztin Irina André-Lang und gibt gleichzeitig Auskunft über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Südafrika.


>>> zum Buch 

Eintrag vom 16.12.2009

Zé do Rock erhält Schwabinger Kunstpreis 2010

Der Autor Zé do Rock und der Regisseur Dominik Graf erhalten die mit jeweils 5.000 Euro dotierten Schwabinger Kunstpreise. Den Ehrenpreis erhält Konstantin Wecker. Mit den Schwabinger Kunstpreisen werden jedes Jahr Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet, die in besonderer Weise kulturelle und künstlerische Leistungen für Schwabing im Sinne seiner Tradition erbracht haben. Die Preise werden 2010 zum 50. Mal vergeben.
In der Begründung der Jury heißt es:
"Der Sprachspieler und Sprachzertrümmerer Zé do Rock hat sich dabei vor allem als so lustvoller Zuhörer wie kluger Analytiker des uns alltäglich umschwirrenden Wortgeklingels erwiesen, ganz nebenbei das Deutsch neu erfunden und dies in hinreißend komischen kabarettistischen Abenden eindringlich demonstriert, bis jeder verstanden hat, dass 'Kauderdeutsch', 'Siegfriedisch' oder 'Ultradoitsh' die angemessene Ausdrucksform für Münchner aller Art sind."



Ausführliche Informationen finden Sie hier

 

Eintrag vom 10.12.2009

Wir trauern um Dilip Chitre

Unser Autor und enger Freund, der Poet Dilip Chitre, ist am 10. Dezember im Alter von 71 Jahren nach langer, schwerer Krankheit in Pune/Indien gestorben.
 

























Das Herz, es blutet nicht so schnell
 
Das Herz, es blutet nicht so schnell; es schlägt bis
An sein eignes Ende. Uns ist bestimmt zu bluten ohne Ende
Bis wir versinken in Vergessenheit.
Ich bin nicht das Papier auf das ich schreibe
Auch nicht die Wörter die ich kleckse tippe drucke.
Ich bin nicht der Schatten eines Ereignisses
Und nicht der Fleck der nach ihm bleibt. Dieses Blut ist von der Art
Die nicht verläuft und nicht gerinnt.
Es steht nicht für die Flamme
Unsterblicher Erkenntnis und aller Mythen des Lichts.
Meine Vögel fliegen ohne einen Himmel. Meine Fische schwimmen
Im Nichts. Meine Wörter liegen in geflüsterten Wäldern
Unter Bäumen die noch wachsen solln und sich erheben.

 

Eintrag vom 21.08.2009

CORINE 2009 - Belletristik-Preis des ZEIT-Verlages an Mohammed Hanif

Der von der deutschsprachigen Kritik seit Monaten mit Begeisterung begleitete Roman „Eine Kiste explodierender Mangos“ von Mohammed Hanif erhält  die „CORINE 2009 - Belletristikpreis des ZEIT-Verlages“. Gewürdigt werden literarische Leistungen, die sich durch Textqualität, Aktualität und durch Akzeptanz und Interesse beim Leser qualifiziert haben.
Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Fernsehgala am 24. November 2009 in München statt und wird auf 3sat ab 20.15 h übertragen, das Bayerische Fernsehen wiederholt die Sendung am 28. November um 20.15 h, der ZDF-Theaterkanal am 29. November um 15.00 h.













Mehr Informationen unter: www.corine.de

 

Eintrag vom 17.08.2009

Explodierende Mangos auf der Longlist „Internationaler Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2009“

Mohammed Hanif und seine Übersetzerin Ursula Gräfe stehen mit dem Roman „Eine Kiste explodierender Mangos“ auf der Longlist des als Pendant zum „Deutschen Buchpreis“ ins Leben gerufenen „Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2009“.









„Eine Kiste explodierender Mangos“
ist damit eines von 14 Büchern, die von der Jury aus Christian Döring (Lektor und Literaturkritiker), Ottmar Ette (Literaturwissenschaftler, Universität Potsdam), Sigrid Löffler (Literaturkritikerin), Katharina Narbutovic (Leiterin Berliner Künstlerprogramm des DAAD), Peter Ripken (Internationales Zentrum Frankfurter Buchmesse), Jan Szlovak (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Elementarteilchen) und Susanne Stemmler (Leiterin Bereich Literatur, Haus der Kulturen der Welt) aus 138 eingesendeten Titeln ausgewählt wurde.
Der „Internationale Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt“ will „auf qualitativ hervorragende und außergewöhnliche Werke der internationalen Literaturen aufmerksam machen“ und die „Vermittlungsleistung von literarischen Übersetzern würdigen“. Er ist mit insgesamt 35.000 € dotiert. Davon gehen 25.000 € an den Autor und 10.000 € an den Übersetzer. Die Preisverleihung findet am 30. September 2009 in Berlin statt.
Die vollständige Longlist 2009 finden Sie hier.
 

Eintrag vom 29.05.2009

A1 Verlag auf Platz eins und Platz zwei der neuen Weltempfänger-Bestenliste 3/2009

Gleich zwei Bücher des A1 Verlags wurden in die neue litprom-Bestenliste Weltempfänger gewählt. Auf Platz 1 der fulminante Roman „Eine Kiste explodierender Mangos" von Mohammed Hanif und auf Platz 2 „Der Würfelspieler", das letzte Gedicht des im vergangenen Jahr verstorbenen palästinensischen Dichters Mahmoud Darwish.

Die Jury: Ilija Trojanow (Vorsitz), Katharina Borchardt (SWR), Anita Djafari (litprom), Andreas Fanizadeh (taz), Karl-Markus Gauß, Navid Kermani, Kristina Pfoser (ORF), Arno Widmann (FR) und Thomas Wörtche.

Die Weltempfänger-Bestenliste ist eine Initiative von litprom, der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V., und wird unterstützt von den Medienpartnern Falter, Frankfurter Buchmesse, Frankfurter Rundschau, Deutschlandradio Kultur und taz.

1. Mohammed Hanif. Eine Kiste explodierender Mangos [Pakistan)
Aus dem Englischen von Ursula Gräfe. A1 Verlag

1988 kam der pakistanische Präsident Mohammed Zia-ul-Haq bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Bis heute ist die Absturzursache ungeklärt, und es ranken sich unzählige wirre Verschwörungstheorien um das Unglück. Hanif fabuliert in seinem Roman noch eine weitere verrückte Ursache hinzu. Ein geistreicher und witziger Roman über eine unselige Zeit, in der die Wiedereinführung der Scharia und der moderne Dschihadismus wurzeln. Lachen mit und über Pakistan - endlich! (Katharina Borchardt)

2. Mahmoud Darwish. Der Würfelspieler [Palästina]
Aus dem Arabischen und mit einem Vorwort von Adel Karasholi.

Vor einem Jahr ist er gestorben, aber mit diesem großen Poem ist er unsterblich geworden: Mahmoud Darwish, der palästinensische Dichter, nimmt Abschied, in den wuchtigen und subtilen Versen einer radikalen Selbstbefragung, die als Lobpreis des Lebens endet. (Karl-Markus Gauß)





Die vollständige Liste finden Sie unter http://www.litprom.de/

Eintrag vom 18.05.2009

Mohammed Hanif gewinnt Commonwealth Writers’ Prize 2009 - Best First Book Award

ex_mangos_web_120Der pakistanische Autor Mohammed Hanif erhielt auf dem "Auckland Writers and Readers Festival" für seinen Roman „Eine Kiste explodierender Mangos" den Best First Book Award des Commonwealth Writers' Prize 2009.
In der Begründung der Jury hieß es:
"Standing out in a strong field, this riveting debut novel makes Mohammed Hanif Pakistan's first winner of the Commonwealth Writers' Prize. A tour de force, this fast-paced political intrigue merges fact and fiction to provide a startling interrogation of dictatorship, religious fundamentalism and abuse of power. A trenchant satire, tender and funny, it will long live on in readers' minds."
Bereits am 16. März war Hanif zum "Regional Winner" der Region "Europe and South Asia" ernannt worden.
Einen deutschsprachigen Filmbeitrag der ZDF-Kultursendung aspekte über Mohammed Hanif und einen Roman finden Sie hier

Eintrag vom 16.03.2009

Mohammed Hanif gewinnt Commonwealth Writers’ Prize 2009 - Best First Book: Europe and South Asia

ex_mangos_web_120Der pakistanische Autor Mohammed Hanif erhält für seinen Roman „Eine Kiste explodierender Mangos" den Commonwealth Writers' Prize 2009 in der Kategorie „Best First Book: Europe and South Asia".

Der Roman wurde von der Jury gelobt für seine „beeindruckend detaillierte und bestechende Darstellung historischer Ereignisse" sowie die „politische Weitsicht und stilistische Virtuosität". Es ist das erste Buch eines pakistanischen Autors, das mit dem Commonwealth Writers' Prize ausgezeichnet wurde.

Eintrag vom 26.02.2009

José Eduardo Agualusa erneut für den Independent Foreign Fiction Prize nominiert

j_e_agualusa_120José Eduardo Agualusa steht mit seinem neuen Roman „As Mulheres do Meu Pai", der im Herbst 2009 unter dem Titel „Die Frauen meines Vaters" im A1 Verlag erscheinen wird, erneut auf der Longlist des britischen Independent Foreign Fiction Prize.

Zu den Gewinnern des renommierten Literaturpreises der britischen Tageszeitung The Independent, gehörten in den vergangenen Jahren u.a. Paul Verhaegen, Per Petterson, Per Olov Enquist und W.G. Sebald.

Agualusa hat den Preis 2007 für seinen Roman „O Vendedor de Passados" (dt. Titel „Das Lachen des Geckos", erschienen im Herbst 2008 bei A1) erhalten, den er im Mai 2009 auf seiner Lesereise in Deutschland vorstellen wird.

Eintrag vom 23.02.2009

Mohammed Hanif shortlisted für den Commonwealth Writers’ Prize 2009


ex_mangos_web_120Der Roman "Eine Kiste explodierender Mangos" des pakistanischen Autors Mohammed Hanif befindet sich auf der Shortlist des „Best First Book Award: Europe and South Asia" des Commonwealth Writers' Prize 2009.

Mohammed Hanif wurde mit diesem Buch bereits für den Man Booker Prize 2008 nominiert. "Eine Kiste explodierender Mangos" erscheint am 25. März in der Übersetzung von Ursula Gräfe im A1 Verlag. Im Mai ist Hanif auf Lesereise in Deutschland unterwegs.

Eintrag vom 23.02.2009

into Johannesburg


Das neue Musikprojekt „into ..." des Ensemble Modern und des Siemens Arts Program, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, stellt den Versuch dar, musikalisch das Wesen einer Stadt zu ergründen.

Mehrere Wochen waren die Komponisten Luke Bedford („By the Screen in the Sun at the Hill on the Gold"), Jörg Birkenkötter („with keys"), Lars Petter Hagen („Johannesburg Fanfares") und Lucia Ronchetti („Rumori da monumenti") in Johannesburg auf der Suche nach einer musikalischen Essenz der südafrikanischen Metropole. Ihre kompositorischen Annäherungen an die Stadt werden nun vom Ensemble Modern in Berlin und Frankfurt präsentiert.

johannesburg_web_120Die italienische Komponistin Lucia Ronchetti beschreibt Johannesburg "als eine Stadt, in der jeder sich als Forscher fühlen kann und in der eine Dynamik herrscht, die gefährlich und schön zugleich ist". Ihr Bild von Johannesburg ist stark geprägt durch die Begegnung mit Ivan Vladislavić, besonders durch seine Bücher "The Exploded View" und "Portrait with Keys" („Johannesburg. Insel aus Zufall"), einer Hommage des Autors an seine Heimatstadt. Fragmente daraus werden in ihrem Stück "Rumori da monumenti" von einem südafrikanischen Schauspieler gelesen.

Ivan Vladislavić und sein literarisches Werk beeindruckte auch den Komponisten Jörg Birkenkötter. Dieser nannte sogar seine Komposition nach dem englischen Originaltitel "Portrait with Keys".

Die Charakterisierungen der vier Komponisten von "Jo'burg" reichen von lebendig, reich, hoffnungsvoll, faszinierend, wunderschön, über vielfältig, energetisch, vibrierend, aufregend, bis hin zu arm, schmutzig, parasitär, überbevölkert, gefährlich oder gar erschreckend und verstörend. Gerade diese Widersprüchlichkeit der Erfahrungen und deren individuelle Transformation in Musik versprechen spannungsgeladene, abwechslungsreiche Konzertabende, bei denen man hoffentlich "into Johannesburg" gerät.

Die Konzerte finden statt am 6. März 2009 im Konzerthaus Berlin (Kleiner Saal, 19 Uhr Einführung, 20 Uhr Beginn) und am 7. März 2009 in der Alte Oper Frankfurt (Mozart-Saal, 19:15 Einführung, 20 Uhr Beginn).

Nähere Informationen finden zu „into ..." Sie hier

Eintrag vom 29.09.2008

Preis der SWR-Bestenliste 2008 für Günter Herburger

der_kuss_120Günter Herburger erhält in diesem Jahr den mit 10.000 Euro dotierten „Preis der SWR-Bestenliste". Herburger wird ausgezeichnet für seinen Gedichtband „Der Kuss", der im Mai auf der SWR-Bestenliste stand.

Die Begründung der Jury:

„Der Kuss im Titel dies Buches mit neuen Gedichten Günter Herburgers ist nicht zärtlich, sondern erbarmungslos. Sinnstiftung und Harmonie gibt es in den grellen Bildern dieser Gedichte nicht, die sich allen Mitleids und Selbstmitleids enthalten. Ratlosigkeit ist für Herburger im Moment die Grundbeschaffenheit unserer Situation in der Welt, und Gedichte in freien Versen heißen für ihn: kalte und präzise registrierende Verse auf den Zustand einer Welt, auf die wir uns wahrhaft 'keinen Vers machen' können."

Der „Preis der SWR-Bestenliste" wird jedes Jahr von den Jury-Mitgliedern der SWR-Bestenliste verliehen. Sie treffen sich in Baden-Baden und wählen eine Autorin oder einen Autoren, die/der in den letzten zwölf Monaten auf der SWR-Bestenliste vertreten war. Die Literaturliste des SWR wird monatlich von derzeit neunundzwanzig renommierten KritikerInnen zusammengestellt.

Eintrag vom 24.09.2008

Weltweite Lesung in memoriam Mahmoud Darwish am 5. Oktober 2008

Das internationale literaturfestival berlin ruft zu einer weltweiten Lesung von Gedichten Mahmud Darwischs am 5. Oktober 2008 auf. Mit den damit verbundenen Veranstaltungen soll das Werk des Dichters, aber auch sein Einsatz für eine friedliche und gerechte Koexistenz zwischen Arabern und Israelis gewürdigt werden. Der Aufruf richtet sich an Kulturinstitutionen, Radiostationen, Schulen, Universitäten, Theater und alle interessierten Personen weltweit.

Der Aufruf wurde u.a. unterzeichnet von Tariq Ali/Pakistan, Margaret Atwood/Kanada; Daniel Barenboim/Argentinien/Deutschland, Breyten Breytenbach/Südafrika, Dilip Chitre/Indien; John M. Coetzee/Südafrika, Nuruddin Farah/Somalia, Nadine Gordimer/Südafrika, Seamus Heaney/Irland, Elfriede Jelinek/Österreich; Adel Karasholi/Syrien/Deutschland, Wole Soyinka/Nigeria

Nähere Informationen finden Sie hier

Eintrag vom 11.08.2008

Mahmoud Darwish gestorben

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Wir trauern um unseren Autor Mahmoud Darwish, der am Samstagabend überraschend im Alter von 67 Jahren gestorben ist.

Darwish wurde 1941 im Dorf al Birwe bei Akko (Palästina) geboren. Er flüchtete 1948 in den Libanon und kehrte nach der Gründung des Staates Israel zurück. In Haifa arbeitete er als Chefredakteur der arabisch-kommunistischen Zeitung »Al-Ittihad«. Nach mehreren Inhaftierungen verließ er Israel und ging 1970 ins Exil. Er lebte in Moskau, Kairo, Beirut und Paris, zuletzt in Amman und Ramallah.

1987 wurde Darwish in den Zentralrat der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO von Jassir Arafat gewählt, war 1988 Mitverfasser der Proklamation des Palästinensischen Staates, trat aber 1993 aus Protest gegen die Unterzeichnung der Osloer Friedensabkommen aus der Organisation aus. 2003 erhielt er den Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück.

Darwish galt als einer der herausragenden Dichter in der arabischen Welt und als die poetische Stimme des palästinensischen Volkes. In den vergangenen Jahren wurde er immer wieder als Kandidat für den Nobelpreis gehandelt. Seine Gedichtbände sind in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

Wie kein anderer Intellektueller des Nahen Ostens hat Darwish es geschafft, zugleich Dichter von Arabern und Juden zu sein. 2007 trat er das erste Mal wieder in Israel auf.

„Darwishs früher Tod ist eine Tragödie“, sagte der jüdisch-israelische Autor Yoram Kaniuk gegenüber dem WDR „Wir verlieren seine Magie, seine Gedichte. Wir verlieren einen nationalen Dichter, der ein ganzes Volk inspiriert hat. Es gab andere Dichter, aber die haben die Menschen lange nicht so berührt wie er. … Jeder Teil von Darwish hat das Land berührt. Er fühlte die Erde, die Olivenbäume, die Trauben – es war das Land, das er geliebt hat, in dem er aufgewachsen ist.“

Er starb am 9. August 2008 an den Komplikationen nach einer Herzoperation in einem Krankenhaus in Houston/Texas.

 

Gemeinsam mit dem syrischen Übersetzer und Lyriker Adel Karasholi trauern wir um den Poeten und Freund Mahmoud Darwish.

An einem Tag wie diesem 

An einem Tag wie diesem, im versteckten Winkel
Der Kirche, in einer Pracht vollkommener Weiblichkeit
Im Schaltjahr, in der Begegnung des ewigen Grüns
Mit dem Marineblau dieses Morgens, der Begegnung
Des Inhalts mit der Form und des Sinnlichen
Mit dem Mystischen unter einem üppigen Weinspalier
Im Schatten eines kleinen Vogels
Der das Bild strafft des Sinns, und an diesem
Beseelten Ort werde ich
Meinem Ende begegnen und meinem Beginn
Und sagen: Wehe euch beiden! Nehmt mich und lasst
Heil das Herz der Wahrheit für die hungrigen Schakale
Und sagen: Ich bin kein Bürger
Bin Einwanderer nicht

 

Und ich will nur dies
Nur dieses Eine:
Einen einfachen ruhigen Tod
An einem Tag wie diesem
Im versteckten Winkel der Lilien
Vielleicht entschädigt er mich ein wenig
Für ein Leben, das ich zählte
Minute für Minute
Weggang um Weggang
Nur einen Tod im Garten will ich
Nicht mehr und nicht weniger

Unter www.lyrikline.org können Sie die Stimme Mahmoud Darwishs im Original hören und seine Gedichte nachlesen.

Eintrag vom 06.08.2008

A1 bei „Kleine Verlage am Großen Wannsee“ am 30. August 2008 im LCB

Auch in diesem Jahr sind wir wieder dabei, wenn sich die kleinen Verlage am großen Wannsee treffen. Die Messe findet statt am Samstag, 30. August, von 15.00 bis 22.00 Uhr im Literarischen Colloquium Berlin. Am Verlagsstand wird unser »Berliner Autor« Kiran Nagarkar lesen.

Folgende Verlage werden mit von der Partie sein: Die A1 (München), Berenberg (Berlin), Blumenbar (München/Berlin), Dörlemann (Zürich), Urs Engeler (Basel), Jung & Jung (Salzburg), kookbooks (Idstein/Berlin), Liebeskind (München), Luftschacht (Wien), Mairisch (Hamburg), Matthes & Seitz (Berlin), Max Marek (Berlin), Rogner & Bernhard (Berlin), SH-Verlag (Köln), Supposé (Berlin), Verbrecher (Berlin), Voland & Quist (Dresden), Weissbooks (Frankfurt).

Aus der Ankündigung des LCB: »Was im Sommer 2006 als Experiment begann, ist mittlerweile fast schon zu einer Tradition geworden: Zum dritten Mal richten wir unsere sommerliche „Gartenmesse“ mit ausgewählten Verlagen aus dem deutschsprachigen Raum aus. Bücher und Autoren werden in entspannter Atmosphäre vorgestellt, alle Literaturfreunde sind herzlich eingeladen zu stöbern, zu entdecken, sich auszutauschen. Für kulinarische Genüsse wird gesorgt sein; welche Autorinnen und Autoren an den Verlagsständen lesen und wie das genaue Programm aussieht, erfahren Sie ab Mitte August im Internet unter www.lcb.de

Eintritt 6 € / 4 €

Eintrag vom 06.06.2008

Galsan Tschinag erhält Literaturpreis der deutschen Wirtschaft 2008

tschinag_ueberGalsan Tschinag wird mit dem Literaturpreis der deutschen Wirtschaft 2008 ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird im Oktober in Würzburg verliehen. Im A1 Verlag sind von Galsan Tschinag fünf Bücher mit Erzählungen erschienen. Sie sind zusammengefasst in dem Sammelband »Mein Altai«.

 

Eintrag vom 29.05.2008

200 Jahre Kunstakademie München

kunstakademie_web_120Anlässlich des 200-jährigen Bestehens hat Wolfgang Kehr, ein echter Kenner der Akademiegeschichte, das Buch »Geschichte der Kunstakademie München in Bildern« geschrieben.

Mehr zu den am 29.05.2008 startenden Feierlichkeiten zum 200-Jährigen finden Sie hier: Programm

Eintrag vom 28.05.2008

Großes Interview mit Ivan Vladislavic im Tagesspiegel

vladislavic_ueberUnter dem Titel "In den Straßen von Johannesburg" ist im "Tagespiegel" vom 25. Mai ein großes Interview mit unserem Autor Ivan Vladislavic erschienen.
Wie lebt es sich in Johannesburg? Fragen an den südafrikanischen Schriftsteller Ivan Vladislavic. „Ich habe keine große epische Vision. Die Details interessieren mich mehr"

Das vollständige Interview mit Esther Kogelboom in der Online-Ausgabe finden Sie hier

Eintrag vom 09.05.2008

Free-TV-Premiere

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Am 19.05.2008 um 20.15 Uhr wird in Sat.1 der Kinofilm "Die weiße Massai" ausgestrahlt.

Grundlage ist der Bestseller "Die weiße Massai" unserer Autorin Corinne Hofmann.

Eintrag vom 29.04.2008

Günter Herburger auf Platz 5 der SWR-Bestenliste

der_kuss_120Der neue Gedichtband »Der Kuss« von Günter Herburger steht im Mai 2008 auf Platz 5 der SWR-Bestenliste.

"Das Gras, es schreit, / es wird geschlachtet. / Die Mädchen sind geschminkt / und trauen sich." So besingt Günter Herburger das "Frühjahr". "Gedichte sind notwendige Träume", sagt er selbst über seine Poesie.

Eintrag vom 21.04.2008

Kiran Nagarkar übernimmt 22. Tübinger Poetik-Dozentur 2008

siebenmalsechs_specialDer indische Autor Kiran Nagarkar und der deutsche Schriftsteller Christoph Peters übernehmen vom 24. November bis 30. November 2008 die 22. Tübinger Poetik-Dozentur. Die Poetikdozentur wird einmal im Jahr an zwei Autorinnen oder Autoren vergeben, die an der Eberhard Karls Universität Tübingen vier Vorlesungen halten sowie drei Lehrveranstaltungen für Studierende der Universität anbieten.

Eintrag vom 07.04.2008

DAAD Stipendium für Kiran Nagarkar

Unser Autor Kiran Nagarkar ist am 4. April in Berlin eingetroffen. Er wird im Rahmen eines DAAD-Stipendiums ein Jahr in Deutschland verbringen, um an seinem neuen Roman zu schreiben. Darüber hinaus werden Lesungen und andere Veranstaltungen mit ihm stattfinden. In der Ausgabe 15/2008 der ZEIT ist anlässlich seines Aufenthalts ein zweiseitiges Porträt des Autors von Susanne Mayer erschienen. Zum Artikel

Eintrag vom 16.10.2007

Mahmoud Darwish erhielt den internationalen Poesie-Preis »Goldener Kranz« 2007

Der palästinensische Dichter Mahmoud Darwish hat den diesjährigen internationalen Poesie-Preis »Goldener Kranz« im mazedonischen Struga erhalten. Damit werde sein Werk gewürdigt, das sich für die kulturelle Freiheit einsetzt, hieß es in der Begründung der Jury. Die Werke Darwishs sind in mehr 35 Sprachen übersetzt worden. Er gilt als einer der herausragenden zeitgenössischen Dichter in der arabischen Welt und als die poetische Stimme des palästinensischen Volkes.

Eintrag vom 11.07.2007

Der südafrikanische Autor Ivan Vladislavic erhielt den Sunday Times Literary Award

Der südafrikanische Autor Ivan Vladislavic erhielt auf der Cape Town Book Fair den renommierten, auf R75000 dotierten Sunday Times Alan Paton Award für sein Buch »Portrait with Keys. The City of Johannesburg Unlocked«.
In der Begründung der Jury hieß es: »Vladislavic is a superb writer. This is an accomplished, polished work, an example of how great books can change the way you see yourself. It’s a profound portrait of the post-apartheid landscape.«
Das Buch erscheint im Frühjahr 2008 in deutscher Übersetzung im A1 Verlag.

Eintrag vom 06.07.2007

Abdulrazak Gurnah erhielt den Prix RFI Témoin du monde 2007

a_gurnah_web_120Abdulrazak Gurnah (Tansania) erhielt den Prix RFI Témoin du monde 2007 für die französische Übersetzung seines 2001 veröffentlichten Romans By the Sea (Près de la mer, Galaade Editions, Paris 2007; übersetzt von Sylvette Gleize). Auf Deutsch erschien das Werk unter dem Titel Ferne Gestade (Übers. Thomas Brückner. Edition Kappa, München).
Mit dem RFI Témoin du monde wird jedes Jahr ein Werk ausgezeichnet, das sich mit aktuellen Fragen auseinandersetzt und diese in Form eines persönlichen Zeugnis oder einer fiktiven Erzählung thematisiert. Der seit 1997 vergebene Literaturpreis ist mit 5.000 Euro dotiert, zusätzlich wird die PR-Kampagne des ausgezeichneten Romans unterstützt. Der Preisträger wird von einer achtköpfigen Jury aus Feuilletonjournalist(inn)en verschiedener französischer Medien ausgewählt.
In deutscher Übersetzung sind neben dem prämierten Werk Donnernde Stille (Edition Kappa 2000, Übers. Helmuth A. Niederle), Schwarz auf Weiß (A1 2004, Übers. Thomas Brückner) und sein letzter Roman Die Abtrünnigen (Berlin Verlag 2006, übersetzt von Stefanie Schaffer-de Vries) erhältlich.

Eintrag vom 05.04.2007

Wir gratulieren unserem Autor Günter Herburger zum 75. Geburtstag

Günter Herburger, geboren am 6. April 1932 in Isny im Allgäu, gehört zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Er studierte in München Theaterwissenschaften, Literatur, Philosophie und Sanskrit und ging 1953 für drei Jahre nach Paris. 1964 erschien sein erstes Buch »Eine gleichmäßige Landschaft«. Im gleichen Jahr kam es zu einer ersten Teilnahme an der Tagung der Gruppe 47. Günter Herburger veröffentlichte zahlreichen Romane, Erzählungen, Gedichtbände, Hörspiele und Filmdrehbücher. Seit 1983 nimmt er regelmäßig an Marathon- und Extremlangstreckenläufen teil. Für sein Gesamtwerk erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. den Bremer Literaturpreis, den Peter-Huchel-Preis und den Hans-Erich-Nossack-Preis. Er lebt heute als freier Schriftsteller in Isny. Seit 1994 veröffentlicht Günter Herburger im A1 Verlag.